04 Februar 2008

Schläge auf den Hinterkopf

Eine gute Woche ist es jetzt her, dass ich so völlig ausser Gefecht gesetzt war. Eine Woche, die zum Teil recht neue Erfahrungen und Erlebnisse gebracht hat. Eine Woche, in der eine ganze Menge in mir verändert und die mir einige neue Erkenntnisse gebracht hat.

Aber vielleicht mal vom Anfang an.

Am vorletzten Wochenende war es mal wieder soweit. Samstag den 26.01.2008 ging es nach Davos zum Wintersport. Geplant war ein gemütlicher Ski- bzw. Snowboardtag im fast menschenleeren Davos. Schliesslich war genau zu der Zeit der WEF und so war mit wenig Verkehr auf den Pisten zu rechnen.
Nach einer entspannten Fahrt, einem amüsanten Vormittag und einem reichhaltigen Mittagessen ging es dann gegen zwei wieder auf die Piste.

Tja … und ab dann setzt mein Erinnerungsvermögen aus. Aber so richtig. keine Ahnung mehr, was passiert ist.

Eigentlich heisst es ja, dass kleine Schläge auf den Hinterkopf das Denkvermögen steigern. Aber der Schlag muss denn doch ein bisschen heftiger gewesen sein … sogar sehr heftig. Zum Glück hatte ich mir gerade eine Woche vorher einen Helm geleistet. Eine Investition, die sich innerhalb einer Woche mehr als gelohnt hatte.

Den Rest des nachmittags am Samstag verbrachte ich dann im Spital in Davos, immer wieder dieselben Fragen stellend und immer wieder keinen Plan, wo ich denn bin und was passiert ist. Ohne Erinnerungen an das, was Tage davor passiert war und wo ich eigentlich bin.

Nach einer gewissen Beobachtungszeit wurde ich zum Glück wieder entlassen, war aber immer noch mächtig neben der Spur. Zumal ich mich bis heute noch an nichts erinnern kann. Die ersten aktiven Erinnerungen kamen dann erst wieder am späten Samstagabend. aber auch nur ganz verschwommen und nicht wirklich aussagekräftig.

Selbstverständlich wurde ich ein paar Tage arbeitsunfähig geschrieben und so blieb mir in den vergangenen Tagen die eine oder andere Minute, in welcher ich mir so meine Gedanken machen konnte …. über alles mögliche.

Ich muss schon sagen, dass dieser Gedächtnisverlust mal wieder einiges an Gedanken aufgeworfen hat, die ich in den vergangenen gut verdrängt hatte bzw. auf welche noch nie gekommen bin. Spannende, aufregende und intensive Gedanken, die mir mal wieder gezeigt haben, wie wenig ich mich in den vergangenen Wochen, Monaten und Jahren mit meiner Umwelt auseinandergesetzt hatte. Wie wenig ich mich mit den kleinen Kleinigkeiten des alltäglichen Lebens beschäftigt hatte und wie wenig ich von meiner Umwelt wahrgenommen habe. Es ist schon Wahnsinn, an wie vielen Dingen vorbei geht ohne sie wirklich wahrzunehmen.

Ist ein Thema, über welches ich jetzt seitenweise philosophieren könnte. aber dazu ist meine Mittagspause zu kurz und irgendwie geht so was verbal auch viel besser.

In dem Sinne … schön, wenn man manchmal auf den Kopf fällt und dann erkennt, dass das Leben mehr als nur Arbeiten, Party machen und Schlafen ist. Schön zu erkennen, dass man oft auch mal nach links und rechts schauen sollte um zu erkennen, dass es noch andere Farben ausser schwarz, weiss und grau gibt.

Im Übrigen … alles ist heil geblieben und funktioniert bestens. Deswegen geht’s am kommenden Freitag wieder nach Davos … für eine Woche Skiferien. *grins

Kommentare:

Dorina hat gesagt…

Richtig, wenn man vom Pferd fällt, muss man ja auch wieder drauf. Schön, dass es Dir gutgeht, hab mir schon Sorgen gemacht, dass kein Eintrag kam ... Und wenn es geholfen hat, die Welt wieder in allen Farben zu sehen, hatte es definitiv sein Gutes! :-)

Tom hat gesagt…

ach du Schande...
Das klingt ja wirklich abenteuerlich...

Ich bin auf jedem Fall froh dass es dir den Umständen entsprechend gut geht..

Manchmal will einem ja das Universum und das Leben mit solchen Schupsern etwas ganz besonderes mitteilen...

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