26 Juni 2007

Die Klebrigkeit der schlechten Angewohnheit

Jeder Mensch hat sie, jeder Bewohner unseres kleines Planeten kann sie bei anderen teilweise nicht ausstehen, man versucht teilweise dagegen anzukämpfen, aber trotz aller guten Vorsätze kleben sie an einem wie Kletten nach einem Marsch durchs Unterholz.

Die Rede ist nicht von Verwandten, Bekannten oder den Krümeln der letzen kulinarischen Schweinerei sondern von den kleinen und manchmal recht lästigen schlechten Angewohnheiten.

Ich persönlich habe ja eine ganze Menge davon und hier mal die Top 3 meiner am besten gepflegten schlechten Gewohnheiten:

Ich schiebe Dinge, die ich eigentlich schon gestern erledigt haben sollte, bis kurz vor knapp auf und komme dadurch oftmals in die eine oder andere zeitliche Bedrängnis. Kann manchmal schon recht nervig sein, wenn man sich auf den letzten Drücker was aus dem eh schon strapazierten Hirnschmalz quetschen oder wie ein angestochenes Meerschweinchen durch die Gegend düsen muss.

Ich liebe es, Leuten, die ich mag, gnadenlos den Spiegel ihrer eigenen Schwächen vor die Nase zu halten. Das nur leider nicht auf eine direkte und nette Art und Weise. Meistens verpacke ich diesen Spiegel in diversen ironischen Bemerkungen und Andeutungen, die manchmal auch mehr als falsch verstanden werden können. Ist schon so das eine oder andere Mal mächtig in die Hose gegangen und hat mächtig gemüffelt.

Ich tue Dinge, von denen ich genau weiss, dass sie mir nicht gut tun. Das Rauchen ist zum Beispiel eine dieser Sachen, die man möglichst lassen sollte, solange man krank oder zumindest kränklich bin. Nur leider ist die Sucht manchmal grösser als meine Vernunft. Aber die Rache der Erkältung folgt sofort in Form eines gnadenlosen Hustenanfalles. Selber Schuld ...

Natürlich habe ich auch noch so die eine oder andere kleine schlechte Gewohnheit, aber die fallen mir meistens gar nicht mehr so wirklich auf. Erst wenn ich jemanden so richtig vor den Kopf gestossen habe, werden sie mir wieder bewusst und tief in meinem Innersten gelobe ich Besserung ... bis zum nächsten Ausrutscher.

Und denn stehe ich da, schüttele mich kräftig und hoffe, dass die schlechten Gewohnheiten von mir abfallen wie reife Früchte von einem Baum. Nur leider sind die meisten dieser faulen Früchtchen selten so reif, dass sie von alleine abfallen und ich muss mich schon ziemlich rütteln und schütteln, um die eine oder andere schlechte Gewohnheit loszuwerden. Nur diese kleinen klebrigen Dämonen sind ziemlich hartnäckig und wollen sich einfach nicht trollen. Da wird sich teilweise so richtig in meinem Inneren eingekrallt, meterdicke Taue werden angebracht und um nichts in der Welt will sich der Klebstoff von mir lösen.

Genau zu diesem Zeitpunkt sind dann heftige Massnahmen gefragt. Es heisst, den plattgegessenen Hintern hoch zu bekommen, die Kurve zu kriegen und Vollgas zu geben. Klingt in der Theorie ziemlich einfach, ist es in der Praxis aber bei Weitem nicht ... leider. Aber ich bin dran und werde schon noch ein Mittel gegen klebrige Masse, welche die schlechten Angewohnheiten und mich verbinden, erfinden. Versprochen ...

In dem Sinne ... manche Angewohnheiten sollte man hegen und pflegen, andere so schnell wie möglich loswerden. Aber es liegt immer einen einem selbst, was man tut oder lässt. Amen ...

1 Kommentar:

Dorina hat gesagt…

Schlechte Angewohnheiten sind kein Problem. Menschen, die mit denen nicht klakommen, sind's! ;)
Schön geschrieben ... besonders die zweite kommt mir erschreckend bekannt vor ...

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