27 Dezember 2008

Geschafft

Samstag … 27.12.2008 und die Weihnachtstage sind quasi vorbei … zumindest die Hauptweihnachtszeit mit allem, was dazu gehört. Die Glühweinbuden haben in den vergangenen Tagen noch mal Rekordumsätze eingefahren, die Einzelhandelsverkaufslokalität verbuchten doch den einen oder anderen Einnahmenrekord und viele Leute haben sich so kurz vor den langen und entbehrungsreichen Tagen noch einmal komplett mit Lebensmitteln für ein ganzes Jahr eingedeckt.

Und denn endlich war es soweit … Essen, Trinken, der eine oder andere Kirchenbesuch und als grosser I-Punkt denn natürlich das alljährliche Verteilen verschiedenster kleiner und grosser Aufmerksamkeiten im Rahmen der Familie und/oder Freunden.

Und natürlich die Vertilgung von Essenrationen biblischen Ausmasses nicht zu vergessen. Wie jedes Jahr habe ich mir denn mal wieder den Magen mehr oder weniger bis zum Äussersten überdehnt und mit Genuss Tonnen nahrhafter Lebensmittel zu Gemüte geführt. Natürlich wie in jedem Jahr mit dem Resultat, dass man eine gewisse Allergie gegen Lebensmittel über die Tage entwickelt und quasi schon resistent gegenüber auch den wohlduftesten Leckereien geworden ist.

Egal … Morgen geht’s denn endlich an die Ostseeküste und zu den geliebten und seit einiger Zeit nicht gesehenen Eltern. Mal wieder Ostseelust um die Nase wehen lassen und die Ferne geniessen. Mal schauen, was es so Neues gibt und wer mit wem und überhaupt und sowieso.

Und da geht denn aber die Völlerei nur in einem gedrosselten Masse weiter.

In dem Sinne … Weihnachten ist fast vorbei, ich habe alles sehr gut überlebt und sogar so was wie „Weihnachtsstimme“ tief in meinem Innersten gespürt. Na halleluja … es gibt denn doch wohl noch Hoffnung ….

23 Dezember 2008

Kurz vor dem Absprung …

Kurz vor dem Absprung …

… und doch noch wahrscheinlich mehr als 5 Stunden. Und denn ist es endlich soweit … die Weihnachtsferien haben auch für mich begonnen und das Arbeitsjahr 2008 ist definitiv zu Ende.
Umso mehr quäle ich mich jetzt über die verbleibenden Stunden und versuche eigentlich, noch so viel wie möglich zu erledigen. Wobei … viele derjenigen, die ich erreichen will bzw. muss, haben sich für dieses Jahr bereits verabschiedet und glänzen mit gepflegter Abwesenheit.

Richtig so …

Mittlerweile habe ich mich auch schon ein wenig von den Folgen des wochenendlichen Ausfluges in die verschneiten weiten der Davoser Skigebiete erholt und ich kann meine müden alten Knochen schon fast wieder schmerzfrei bewegen. Was für ein Fortschritt innerhalb von 24 Stunden … also das gibt doch mal Grund zur Hoffnung … und die stirbt bekanntlich noch lange nach dem Aufgeben.

Morgen geht's denn mal wieder auf die Piste … dieses mal aber nicht die mit viel Schnee und der Gefahr, in Mitten mächtiger Schneeberge stecken zu bleiben. Das hoffe ich zumindest, denn Morgen früh werden die ersten 650 km Richtung Heimat zurückgelegt. Erstmal geht's in die Heimat des Ostdeutschen Weihnachtsmannes … ins schöne Erzgebirge. Bin schon mal echt gespannt, was mich dort so an weihnachtlichen Festivalitäten erwartet. Aber kann eigentlich nur lustig werden.

Und am 28. ist es denn soweit … weitere 600 km bis kurz vor das gepflegte Eintauchen in die Ostsee müssen auf den Autobahnen der Republik absolviert werden. Aber auch das sollte sich nicht als grösseres Hindernis erweisen. Schliesslich ist man ja autobahn- und landstrassenerprobt. Der Kilometerstand meines Autos beweisst dies mehr als eindeutig.

Aber erstmal gilt es heute Abend, alle sieben Sachen in eine grosse Tasche zu stopfen, möglichst wenig zu vergessen (die Kreditkarte würde sonst wieder bluten) und sich mental auf die Reise ins wilde Ostdeutschland mittels diverser leicht geistlicher Getränke vorzubereiten.

Ich freu mich jedenfalls daraus … endlich mal wieder aus Zürich und all den ganzen Pinguinen weg. Aus meiner Sicht normale Leute treffen, essen, bis es nicht mehr geht und das letzte Jahr mal ganz gepflegt verabschieden. So der Plan … und der ist verdammt gut.

In dem Sinne … erstmal nur ein frohes und entspanntes Weihnachten und viele sinnlose Geschenke. Und ansonsten … habe mir fest vorgenommen, mich die Tage hier mal zu verewigen. Die EDV in tragbarer Form geht schliesslich mit auf die Reise und dank der durchaus sinnvollen drahtlosen Datenübertragungsmöglichkeiten sollte mal die eine oder andere Zeile schon machbar sein. Amen …

22 Dezember 2008

Aua …

Als Mann darf man ja vieles, was so einer Frau definitiv verwehrt ist bzw. sein sollte.
Das geht schon mit einem gemütlichen Besichtigungsmarsch durch die Herbertstrasse auf St. Pauli/Hamburg los und endet ungefähr mit der Beschaffung mindestens 40 Jahre jüngeren Geliebten selbst im Höhen Alter. Ob beide Sache nun wirklich so erstrebenswert sind, lasse ich jetzt einfach mal im luftleeren Raum stehen, aber was ein Mann definitiv besser als jede Frau kann, ist gepflegt Jammern … Jammern auf höchstem Niveau und mit einer Inbrunst, die bei den meisten Frauen nur beim käuflichen Erwerb von Schuhen erreicht wird.

Und so will ich mich heute auch voll und ganz dieser Lieblingstätigkeit hingeben.
Gründe gibt es nach dem vergangenen Wochenende schliesslich genug, auch wenn ich eigentlich selber Schuld an der Misere bin.

Am Freitagabend ging das "Elend" denn nämlich schon los. Erst feuchtfröhliche Weihnachtsfeier, dann noch feuchter und fröhlicher der lang ersehnte Konzertbesuch im Zürcher Volkshaus ("The Boss Hoss" spielten munter auf). Das Resultat am Samstagmorgen … dicken Kopf und schmerzende Knochen und die Frage, wie ich das vor 10 Jahren einfach so wegstecken konnte.
Aber wozu ist die heutige moderne Medizin denn so weit, wenn man dieses nicht mittels diverser chemischer Substanzen wieder in die richtige Richtung korrigieren könnte.

Als rein mit dem Zeugs, noch drei Stunden relaxing und denn ab nach Davos … mitten ins Schneegestöber ohne Schneeketten und mit Turnschuhen. Hochalpines Fahrtraining mit dem kleinen Monster … was will man nach einer doch wirklich heftigen Nacht mehr.

In Davos angekommen, war aufgrund der hiesigen Witterungsverhältnisse dann an die Freuden des Wintersportes zumindest am Samstag nicht mehr zu denken. Aber rumgesessen haben wir trotzdem nicht … schliesslich kann man in den Skiorten weltweit auch noch andere Dinge als das schnöde herabdüsen von völlig zugeschneiten Pisten machen. Und nach einem beschaulichen Abend ging denn auch der Samstag ziemlich schmerzlos vorbei.

Gestern (Sonntag) war's denn soweit … nach Frühstück und dem allseits beliebten winterlichen Verpacken des eigenen Körpers in wasser- und windabweisende Kleidung ging es denn gemeinsam mit einigen Holländern und Engländern (beides Randgruppen, die keine wirklichen Wetterhemmungen haben) ab auf die Piste. Also zumindest hoch ging es … und da ging denn erstmal nichts mehr für ein paar Minuten. Schneegestöber und Windböen wollten denn doch nicht, dass ich mich mittels Folterwerkzeug Snowboard auf die Piste begebe. Und das bei Wetterverhältnissen, die jeden Schönwetterfahrer wie mich an die Grenzen des Machbaren bringen.

Aber irgendwann war es denn soweit und das Resultat habe ich heute … und zwar in Form eines gepflegten Muskelkaters der besonderen Art … dem sogenannten und allseits gefürchteten Ganz-Körper-Muskelkater. Ein wirklich unangenehmes Tierchen. Und so leide ich heute mal so still vor mich hin und versuche, möglichst jeder Bewegung grossräumig aus dem Weg zu gehen.

In dem Sinne … Sport ist immer noch Mord und irgendwie sollte ich langsam aber sicher doch mal was für meine Fitness tun. Sonst werden ich mich wohl wirklich langsam nach einem Alterswohnsitz umschauen müssen.

18 Dezember 2008

Noch drei Tag …

… und den Rest von Heute.

Genau das ist die Arbeitszeit, die ich hier im Stollen in diesem Jahr noch verbringen werde. Und am 23.12.2008 spätestens um 18:00 Uhr ist denn Schluss mit arbeiten für dieses Jahr. Eigentlich könnte ich so langsam anfangen, schon mal nur noch die Stunden zu zählen. Aber dazu fehl mir eigentlich die Zeit im Moment und so beschränke ich mich mal ganz bescheiden nur auf die noch verbleibenden Tage.

Da ich mich jetzt ja eine ganze Weile hier nicht mehr verewigt habe, mal ein kurzer Rückblick auf die vergangenen Tage. Viel gibt's zwar nicht zu berichten, aber so ganz ereignislos war die Zeit denn doch nicht.

Vergangenes Wochenende, welches so rein gefühlstechnisch schon wieder Lichtjahre her ist, war eigentlich nur von zwei Dingen geprägt … dem Arbeitseinsatz am Samstag und der Zugfahrt ins "schöne" Frankfurt/M. am Sonntagabend. Ansonsten viel Ruhe und noch mehr Ruhe …

Und Ihr habt richtig gelesen … Frankfurt/M. stand mal wieder auf dem Programm. Des Dummfugs zweiter Teil mit Namen "Wertermittlung Teil II". Frankfurt … meine absolute Lieblingshass-Stadt und Traum meiner schlaflosen Nächte. Und nach gefühlten 100 Tagen (tatsächlich waren es nur 2) hat sich diese Meinung auch nicht wirklich geändert. Ganz im Gegenteil … die Eindrücke haben sich eher noch mittel bis stark verfestigt und bekräftigen mich immer mehr in meiner Ansicht, dass Frankfurt/M. so die letzte Stadt ist, in der ich mich freiwillig aufhalten möchte.

Aber auch die Tage sind vorbei gegangen und wurden mal ganz fix unter "verschenkter Lebenszeit" verbucht. Und ich war denn auch seit langem mal wieder froh, die Schweizer Grenze und die Skyline von Zürich zu sehen. Ist ja in der letzten Zeit auch nicht so oft vorgekommen.

Ansonsten … tja … alles beim Alten. Immer noch viel Arbeit, nur ein geringes Mass an Motivation und die Gewissheit, dass auch dieses Jahr zu Ende geht.

Jetzt freu ich mich erstmal auf das kommende Wochenende, welches bereits am Freitagabend mit zwei Highlights starten wird … zum einen die Weihnachtsfeier bei einer guten Freundin und zum anderen der Besuch eines sehr feines Konzertes der Band "The Boss Hoss". Wird beides bestimmt ein riesen Spass werden.

Samstag bis Sonntag geht's denn auf die Piste … Saisonstart für mein Board und mich. Zeit wird's auch langsam mal … schliesslich haben wir schon ehr als genug Schnee. Und ich versuche diesmal, nicht mit Blaulicht durch die Gegend gefahren zu werden. Versprochen!!!

In dem Sinne … mir geht's gut, trotz oder gerade wegen der Weihnachtszeit und auch sonst entwickeln sich viele Dinge so, wie es zwar nicht geplant aber doch irgendwo tief im Herzen schon gewollt ist. Also bis die Tage …

04 Dezember 2008

Es kann ja nur besser werden …

So die Antwort einer guten Freundin aus München auf meine Mail, dass meine Laune am heutigen Donnerstagmorgen völlig im Keller und eigentlich für den Allerwertesten ist. Also das sind doch mal aufmunternde und optimistische Worte am frühen Morgen, der eigentlich schon ein Vormittag ist.

Nur leider ist das heute irgendwie nicht so einfach, frisch und gut gelaunt durch die Gegend zu spazieren und die Umwelt meiner herzerwärmenden guten Stimmung in freudige Ekstase zu versetzen. Auch wenn ich sonst ab und an über diese "Gabe" verfüge und schon so manch schlecht gelaunter Kollegin ein doch ernst gemeintes Lächeln entlocken konnte. Nur bei mir selber klappt das leider nicht.

Den Grund meiner doch recht angespannten mentalen Verfassung kenne ich ausnahmsweise auch einmal. Stichwort innere Zerrissenheit und eine Entscheidung, die nicht erst in ein paar Wochen gefällt werden sollte und wo sich eine Seite der Medaille ziemlich dunkelgrau bis schwarz einfärben wird. Dabei mag ich doch glänzende Sachen … blöde das und nicht gerade stimmungsfördernd.

Auf der Suche nach einer Lösung und dem passendem Klebstoff für die Zerrissenheit hab ich mir denn auch noch die halbe Nacht um die Ohren geschlagen und demzufolge die mein Schlafhaushalt auch nicht gerade im positiven Bereich.

Alles Faktoren, die mich eigentlich dazu berechtigen würden, meine Zelte hier heute im Büro frühzeitig abzubrechen, nach Hause zu düsen, es mir auf meinem Sofa so richtig bequem zu machen und mal in Ruhe über des Rätsels Lösung nachzudenken.

Aber so wie es momentan aussieht, ist dieser durchaus als genial zu bezeichnende Plan schon im Ansatz zu scheitern verurteilt (Arbeit, noch mehr Arbeit und einen Kundentermin am späten Nachmittag in Schaffhausen) und so werde ich mich einfach mal in Schweigen hüllen und versuchen, die düstere Wolke über meinem Kopf für eine Weile auszublenden.

In diesem Sinne … Zerrissenheit ist doch was Blödes und nicht wirklich ein Zustand, den man lange beibehalten sollte. Deswegen vielleicht doch mal einfach drauf los und fertig. Vielleicht denke ich auch schon wieder zu lange und zu viel nach … wer weiss.

03 Dezember 2008

Ich war's … sorry

Eine wichtige Charaktereigenschaft, die ich doch nicht gerade gering schätze, ist die Fähigkeit, gemachte Fehler einzugestehen und sich im Notfall und/oder bei Unwissenheit auch Hilfe zu holen bzw. diese auch anzunehmen. Ist zwar manchmal nicht ganz so einfach, aber wenn man es kann, fühlt man sich in der Regel nach Behebung des Fehlers auch mit Hilfe von Dritten um einiges besser.

Ich muss hier und jetzt gestehen, dass auch mir ansonsten fast perfektem Wesen ab und an ein kleiner Fehler passiert bzw. ich mich nicht ganz so verhalte, wie es vielleicht angebracht ist. soll's ja geben und ist in irgendeiner Form auch allzu menschlich …

Und so ist es gerade eben vor gefühlten 5 Minuten vorgekommen, dass ich meinen Stolz beiseite legen und den bei meinen Mädels den Hundeblick aufsetzen musste. Denn den Fehler, den ich gemacht hatte, wusste ich jetzt gar nicht alleine zu beheben. Soll es auch geben, dass klein lorretti mal nicht weiter weiss.

Und siehe da … 5 Minuten kurzes Beratschlagens, einer kleinen Überlistung des Systems und ein bisschen Trickserei war der gemachte Fehler behoben und die Welt wieder in Ordnung. So schnell kann's gehen und die Überwindung, auch mal einen gemachten Fehler einzugestehen, hielt sich denn doch in Grenzen.

In dem Sinne … irgendwie gibt's denn doch immer ein Lösung … auch wenn sie manchmal einen gewagten Sprung über den eigenen Schatten erfordert. Aber so "fit" sollte man denn doch schon sein …

02 Dezember 2008

Punkerkette

Meine Punkzeiten sind doch schon eine ganze Weile her … wenn es denn jemals wirklich gegeben hat. Denn mit Punk und allem, was dazu gehört, hatte ich eigentlich nie wirklich was zu tun und demzufolge verbinde ich relativ wenig damit. Wenn ich ehrlich sein soll … eigentlich kann ich Punker nicht ausstehen. Irgendwie war mir die Musik immer zu billig, die Jungs und Mädels einfach zu anders und überhaupt … man muss ja nicht jeden Trend mitmachen.

Allerdings jetzt im hohen Alter von 33 Jahren hat mich Cheffe denn doch noch zum Punk deklariert. Hintergrund für derartige abwegige Äusserungen seinerseits ist die Tatsache, dass ich mich seit Tagen weigere, keine Krawatte zu tragen, wenn nicht gerade ein Kundentermin oder der Besuch eines unserer hochgeschätzten Geschäftsleitungsmitglieder ansteht.

Und so ist Cheffe in den Genuss des Anblickes meiner Kette gekommen. Schliesslich liegt mein Hals jetzt frei und gibt einen gewissen Einblick frei. Eigentlich ist die Kette ein ganz einfaches Teil mit dem gewissen Etwas. Aber in den Augen eines Mittvierzigers aus der Schweiz sieht wohl so das klassische Punker-Zubehör aus und so kann ich mir jetzt laufend anhören, was für ein schlimmer Finger ich denn wohl bin.

Und so sieht das gute Teil denn aus …


Also wirklich … wer ahnt da schon was?

Natürlich meint er das nicht wirklich ernst, aber seit meine geschätzte Kollegin gegenüber noch meinte, dass ich eine Rockerjacke hätte (also … die Jacke ist schwarz, einfach und völlig unauffällig), ist mein Ruf als wilder und ungebändigter Rock-Punker-Irgendwas wohl gänzlich geprägt hier im Büro.

Zum Glück wissen die Kollegen nur ansatzweise, was für Musik ich eigentlich höre. Ansonsten würde wohl demnächst eine Dämonenaustreibung hier im Büro stattfinden und ich würde anschliessend mein Haar brav und akkurat ausgerichtet tragen. Und das wollen wir ja nicht oder … ?

In dem Sinne … Menschen lassen sich so leicht durch Äusserlichkeiten und Nebensächlichkeiten beeindrucken bzw. beeinflussen. So entsteht denn mal ganz schnell ein verzerrtes Bild der Realität. Und denn wird es wirklich gefährlich …

01 Dezember 2008

Drei in zwei Tagen

Am Wochenende war es endlich soweit. Alle weihnachtsbegeisterten Erdenbürger mussten fast ein ganzes Jahr auf das vergangene Wochenende warten, aber jetzt ist es endlich soweit … die Weihnachtsmarktsaison hat endlich begonnen und man darf sich endlich wieder in ausgelassener und fröhlicher Runde dem Genuss lauwarmen bis heissem Glühweins hingeben, mit seinen Liebsten über überfüllte Weihnachtsmärkte drängeln und dabei den musikalischen Ergüssen diverser nur auf Weihnachtsmusik spezialisierter Musikkapellen lauschen. Alle Jahre wieder das Gleiche und doch jedes Jahr anders.

Und so machten wir uns am vergangenen Samstag auf, u.a. diese freudigen und allseits beliebten Tage im schönen München zu verbringen. Denn dort gibt es sie … Weihnachtsmärkte nach jedermanns Geschmack.

Wer Zürich kennt, weiss auch warum man gerade zu Weihnachten aus dieser Stadt auf der Suche nach einer kultivierten Weihnachtsatmosphäre flüchten sollte. Denn so wirklich Weihnachtsstimmung kommt hier aufgrund des quasi Nichtvorhandenseins eines zusammenhängenden Weihnachtsmarktes eher weniger auf. Und mal ehrlich … wer will schon lauwarmen Glühwein in einem warmen und überdachten Bahnhof geniessen.

Und so machten wir am Samstag und Sonntag innerhalb von zwei Tagen drei der grossen und bekannten Weihnachtsmärkte unsicher, genossen die fast schon weihnachtliche Stimmung und haben uns innerhalb kürzester zeit mal die volle Dröhnung in Bezug auf Weihnachtskitsch, heissen Glühwein und diversen kulinarischen Ergüssen hingegeben. Schön war's … und finanziell nicht ganz so ruinös wie schon in so manchem Jahr.

In diesem Sinne … die Saison ist eröffnet, Gehalt ist auch schon gebucht und Weihnachten kann kommen. Wie alle Jahre wieder …

28 November 2008

Langsam wieder aufgetaut

Viele Nutzer der öffentlichen Nah- und fernverkehrsmittel werden sicherlich schon einmal die folgende Situation am frühen Morgen erlebt haben und können sicherlich nachvollziehen, dass dies nicht gerade förderlich im Sinne einer guten Laune ist:

Es wird so langsam Winter, die Temperaturen bewegen sich mehr schlecht als recht um den legendären Nullpunkt herum und der Weg heraus aus dem warmen und kuscheligen Bett hinaus in die kalte graue Welt ist nicht der Einfachste und kostet in der Regel mehr Überwindung als in den Sommermonaten.

Aber irgendwann hat man es denn doch geschafft, man hat sich in dicken Klamotten begeben und steigt mehr oder weniger wach in die Verkehrsmittel seiner Wahl. Ok … die Autofahren mit Aussenstellplätzen haben vorher noch die grosse Herausforderung des Scheibenkratzens gemeistert und begeben sich dann in ein Automobil, welches eine Innenraumtemperatur analog zur Aussenwelt hat. Selber Schuld und unvermeidbar.

Aber als Nutzer der öffentlichen Verkehrsmittel erwartet man eigentlich, in eine kuschelig muffige Bahn zu steigen, es sich dort gemeinsam mit vielen anderen Menschen gemütlich zu machen und zumindest die nächsten Minuten nicht wirklich der winterlichen Kälte ausgesetzt zu sein. So soll es eigentlich sein und so ist's in der Regel auch.

Nur heute am frühen Morgen, meine Wenigkeit die Augen nicht wirklich auf und völlig unmotiviert, wurden eben diese Erwartungen alles andere als erfüllt. Ganz im Gegenteil.
Die Innentemperatur entsprach im Wesentlichen der durchaus als frostig zu bezeichnenden Aussentemperatur und selbst die Anwesenheit vieler Mitreisender konnte dies nicht wirklich ändern.

Und so wurde die halbstündige Fahrt zu einer Fröstelparty aller erster Güte. Fast alle Körperfunktionen wurden auf ein Minimum herabgefahren und selbst der Antrieb, angeeigneter Stelle die Bahn zu wechseln, setzte völlig aus.

Zum Glück muss die Bank noch nicht soweit sparen, dass hier die Heizkosten minimiert werden müssen und so bin ich wenigstens in ein völlig überheiztes Büro eingelaufen und mittlerweile ist das Gefühl in meinen Füssen langsam aber sicher wieder zurückgekehrt.

In dem Sinne … Kälte kann so lähmend sein und verhindert selbst einfachste körperliche und geistige Betätigungen wie das lautstarke Pöbeln und sich lautstark über die Umstände beklagen. Na was soll's … ist ja bald Wochenende …

26 November 2008

Auf geht's … ?

Menno .. ich hab vielleicht heute Morgen so gar keine Lust, produktiv und innovativ für meinen Brötchengeber (sagt man wohl so, Brötchen habe ich aber noch nie bekommen … *grins) tätig zu werden bzw. zu sein. Egal was ich an Aufträgen in die Hand nehme, wandert gleich wieder auf dem grossen Stapel mit der Aufschrift "Mach ich später … vielleicht … auch nicht … mal sehen".

Fairerweise muss ich auch sagen, dass sich das Arbeitvolumen mehr oder weniger in Grenzen hält und ich jetzt nicht unter Bergen von unerledigten Sachen verschüttet bin. Ganz im Gegenteil … nur das, was hier so zu erledigen wäre, ist alles andere als spannend und interessant. Die üblichen Aufgaben und uninteressante Anfrage, die sich eh mehr oder weniger in ein Nichts aus undarstellbaren Anforderungen auflösen werden. Getreu dem Motto … manche Sachen lasse einfach mal liegen und sie erledigen sich von alleine. Manchmal klappt es, manchmal auch nicht. Je nach Wetterlage.

Jedenfalls sollte ich mal so langsam meine Motivation suchen gehen. Wieder einmal … irgendwie verschwindet dieses Tierchen immer mal wieder und ist eine ganze zeit spurlos aus meiner näheren Umgebung verschwunden. Einfach so … ohne Ankündigung oder Vorwarnung. Finde es eigentliche eine ziemliche Sauerei, aber was will man machen …

Ok … ist gibt jetzt zwei Wege … entweder ich warte, bis sich das Tierchen wieder in meine Richtung bewegt und ich es in einer geeigneten Minute einfach greifen kann oder … ja oder ich begebe mich auf die aktive und vollumfängliche Suche nach meiner Motivation. Also sollte ich bald mal eine Entscheidung treffen, aber bis dahin gehe ich erstmal einen Kaffee trinken und versuche, meine während der heutigen Tramfahrt zu Eisklumpen gewordenen Füsse mittels Auflage auf unsere glühende Heizung wieder zum Leben zu erwecken. Und vielleicht finde ich dabei denn auch die Motivation zur Erbringung wahrer Wundertaten und -leistungen zur Erreichung der mir von meinem Arbeitgeber aufs Auge gedrückten Ziele. Wer weiss … vieles ist ja möglich an einem Mittwoch.

In dem Sinne … manchmal sollte man sich einfach mal treiben lassen und sehen, was passiert. Und wenn es nur für ein paar Sekunden ist. Könnte helfen … hoffe ich doch zumindest mal.

21 November 2008

Wenn es draussen stürmt und regnet

Der heutige Wetterbericht klingt ja fast so, als wenn wir mal wieder zielstrebig auf einen halben Weltuntergang zusteuern. Und beim Blick aus dem Stollenfenster (jep … wir haben sogar Fenster hier im Stollen, Wahnsinn oder?) bestätigt sich der ansonsten von mir stark und stets angezweifelten Wetterbericht.

Schirme, die sich mit aller Kraft von ihren Haltern trennen und über die Bahnhofsstrasse in die lang ersehnte Freiheit segeln, Pinguine mit hochgeschlagenen Kragen und Frauen, die bewusst heute mal auf den kurzen Rock verzichtet haben, bestimmen das momentane Erscheinungsbild ausserhalb der Gebäude. Auch die schon für das allseits beliebte Konsumfest mit Namen "Weihnachten" bereits Mitte November angebrachten Beleuchtungskörper wanken und schwanken wie verrückt. Ist auf jeden Fall lustig anzusehen … auch wenn es mir gerade, wenn ich an den Heimweg denke, ein wenig Angst macht. Ich glaube, ich nehme heute mal einen anderen Weg als den über die Bahnhofstrasse Richtung Hauptbahnhof.

Wo ich auch beim Thema wäre … und um es kurz und knapp zu machen, folgendes:

Sobald ich heute die Wohnungseingangstür mit einem lauten und allseits vernehmbaren Knall zugemacht habe, ist zum einen Wochenende und zum anderen werde ich diese bis Morgen auch nicht wieder öffnen. Soviel steht fest … wie das sprichwörtliche Amen in der allseits beliebten katholischen und reformierten Kirche.

In dem Sinne … Herbstzeit gleich Rumgammelzeit und vielleicht nur in begründeten Ausnahmefällen wird die Nase mal an die frische Luft gestreckt. Wenn es denn unbedingt sein muss … Schönes Wochenende und viel Spass Euch allen da draussen …

20 November 2008

Wieder mal

Eine der schönsten Neuerscheinungen der letzten Wochen ist für meine Wenigkeit das neue Tomte-Album und nachdem ich gestern einen Flug ins schöne Hamburg gebucht habe, nachfolgend aus gegebenen Anlass des kleine muntere Liedchen:

tomte - wie sieht's aus in hamburg?

wie sieht's aus in hamburg?
ist das wetter noch intensiv
sind die bars noch laut wie kriege
weißt du mit wem du gestern schliefst
du bist ein hübscher junge in einem schönen quartier
fühl dich einmal wie ein könig
ich weiß heute nacht geht jemand mit zu dir

wie sieht's aus in hamburg?
ein neues viertel an einem tag
wer ist pleite wer ist fertig
und wer hat es ans ufer geschafft
& alle 20 minuten denkst du an elliott smith
alle 100 jahre kommt jemand wie ich und nimmt dich mit

wie sieht's jetzt in hamburg aus?
halte durch
genieß die sicht, die du von hier oben hast
öffne dich nur einen spalt
verwundere die stadt
sag alles was du hast
deine geschichte die auf ein reiskorn passt

ich rauche aus dem fenster in die tiefe dieser nacht
alles verschwimmt vor deinen augen
und wir bleiben lange wach
da sind 100 die dich lieben
wir zwingen die zukunft zu funktionieren
& ich habe eine frage an dich...

wie sieht's jetzt in hamburg aus?
halte durch
genieße die sicht, die du von hier oben hast
öffne dich nur einen spalt
verwundere die stadt
sag alles, was du hast
deine geschichte die auf ein reiskorn passt



Also Hamburg ... zieht Dich warm an ... wir kommen mal wieder Ende Febuar und denn wird die Stadt gerockt.

In dem Sinne ... Hamburg ... die schönste Stadt Deutschlands und meine heimliche Liebe.

Mal was in eigener Sache …

Wie ich schon ab und an wohl auch hier mal erwähnt habe, gehört die Musik doch zu einem grossen Teil den wenigen Leidenschaften, die ich mir leiste. dabei beschränkt sich diese Leidenschaft nicht nur auf das reine Konsumieren frisch gekaufter CDs, sondern gelegentlich greife ich auch mal so einer Gitarre und Versuche, das Gezupfte und Geschrabbel wie Musik klingen zu lassen. Klappt sogar ab und an mal … sagen die Leute zumindest.

Dabei muss ich gestehen, dass ich keine Ahnung von Notenlehre oder so habe und auch die den exakten Namen einer Akkorde nicht einmal kenne. Und Songs covern … na ja … der Wiedererkennungswert tendiert oftmals gegen Zero. Aber es ist auch nichts schlimmer, als Songs 1:1 ohne den eigenen Style nachzuspielen.

Jedenfalls … hier und an der Stelle … mal eine kurze Frage an die geschätzte Leserschaft gerade aus dem Raum Zürich … kennt nicht jemand jemanden, der vielleicht jemanden kennt, der wiederum jemanden weiss, der vielleicht Gitarre oder Bass oder Schlagzeug spielt und der vielleicht auch ab und an mal einfach eine Runde jammen mag … und das nicht gerade alleine?

Weil hätte ich mal wieder voll den Bock zu, zumal es die Kreativität ungemein steigert, wenn man nicht immer alleine vor sich hin spielt.

Also nur zu …

In dem Sinne … manche Dinge sollte man alleine tun und manche Dinge machen einfach zu zweit oder dritt oder zu viert mehr Spass. Hab ich so gehört …

19 November 2008

Im falschen Film

Ich bin ja im Allgemeinen ein recht beherrschter Typ und so leicht nicht aus der Ruhe zu bringen. Ok … ab und zu kommt mal das ziemlich verwaschene italienische Blut hervor, wenn ich mit Cheffe oder dem Fifilein am diskutieren bin. Aber ist eher die Ausnahme und so schnell neige ich eigentlich nicht zu irgendwelchen Gewaltphantasien.

Aber gestern Abend war es denn doch mal soweit, dass ich mir im Stillen gewünscht habe, einfach mal die Faust genüsslich zu ballen, den Arm mit einer gewissen Portion Kraft seitlich zu bewegen und die meine Geduld strapazierende Person mit Genuss ca. 3 Meter weg zu bewegen.

Grund dieses leichten Ausbruches von gewaltverherrlichendem Gedankengut war folgende Situation:

Fifilein und meine Wenigkeiten haben bzw. wollten gestern die Ex-Hamburger Band Tomte mit unserer Anwesenheit auf ihrem Konzert in Zürich beehren. man ist ja nichts so und schliesslich machen die Jungs trotz Umzug nach Berlin immer noch gepflegte Musik im Bereich anspruchsvoller Texte und wohlklingender Melodien.

Das sahen auch ca. 300 andere Leute so und so traf man sich gestern Abend zu einem gemeinsamen Stell-Dich-ein im Zürcher Abart. Die Deutsch-Dichte war allerdings schon sehr beträchtlich und nur wenige Schweizer hatten sich zu diesem Anlass eingefunden. Und die paar Schweizer hatten denn auch nicht viel Besseres zu tun, als sich dem Genuss geistlicher Getränke hinzugeben. war irgendwie schon ziemlich auffällig. Zumal es sich bei der Musik von Tomte eigentlich nicht um Saufmusik handelt. Na egal … jeder so wie er mag …

Trotzdem sollte man in gewisser Weise seine Grenzen kennen und auch bzw. trotz einem gewissen Alkoholpegel einen gewissen Anstand bewahren. Nur das konnten die nach Aussehen und dem Gehabe nach zu urteilenden BWL-Studenten neben mir so gar nicht mehr. Stellenweise kam ich mir vor, als wäre ich auf einem AC-DC-Konzert.

Eigentlich kenne ich diese Verhaltensmuster meistens nur von deutschen Fans auf entsprechenden Veranstaltungen der lauten Gitarrenmusik, aber nicht von Schweitzern auf doch eher ruhigen Festivalitäten. Aber wie geschrieben … eigentlich … und man lernt ja nie aus. Nur irgendwie kam ich mir fast vor wie in einem falschen Film … die sonst in Zürich als rüpelhaft, laut und dämlich verurteilten Deutschen haben sich voll und ganz den lieblichen Klängen der Musik hingegeben und die sonst so als liebenswert, freundlich und oberkorrekt bekannten Schweitzer fielen durch nicht angemessenes Verhalten auf. Komisch verdrehte Welt …

In dem Sinne … nichts gegen Feiern, Party machen und die Sau rauslassen. Alles dort, wo es angebracht ist und auch hinpasst. Aber manchmal sollte man einfach nur geniessen. Ist das jetzt zu spiessig? Wer ich langsam aber sicher alt? … Na ich weiss nicht.

18 November 2008

Kommunikation vor 10:00 Uhr

Eine meiner grossen Schwächen ist die Kommunikation mittels wohlgeformter und gut durchdachter Sätze am frühen Morgen. Ganze Sätze mit einem gewissen Anspruch an Intellekt und geistreichem Witz bereiten mir da schon gewisse Schwierigkeiten und gehören nicht wirklich zu meinem grossen Stärken vor 10:00 Uhr.

Allerdings scheint sich in Zeiten von umherstreunenden grippalen Infekten und anderen undefinierbaren Krankheiten genau diese Fähigkeit zu einer unchristlichen Zeit wie 07:30 Uhr der neuste Trend von Cheffe zu sein. Und das besonders, wenn ich mich gerade zwischen hunderten von Menschen in der ziemlich übervölkerten Tram befinde und mit meinem eigenen Wohlbefinden kämpfe.

Genau in diesen Situation erwischt mich nämlich neuerdings Cheffe desöfteren … nur um mir kurz mitzuteilen, dass er sich nicht so gut fühlt und sich noch mal die eine oder andere Stunde auf sein Öhrchen haut oder erst gar nicht vorhat, uns mit seiner Anwesenheit zu beehren.

Alles eigentlich halb so wild, wenn es bei dieser blossen Mitteilung bleiben würde. Drei kurze Sätze und fertig wär's. Aber das wäre irgendwie viel zu einfach und so bekomme in der Regel seine komplette Agenda in meinen von den Träumen der vergangenen Nacht verwirrten Kopf gehämmert. Natürlich die daraus resultierenden Aufgaben für den Tag nicht zu vergessen.
Und Antworten will er natürlich auch haben … bekommt er auch … kurze leise gestammelte Sätze, die meine geschätzten Mitreisenden zu seltsamen Gesichtsausdrücken bewegen. Ok … würde mir auch nicht anders gehen, wenn ich so ein wirres Zeugs hören müsste.

In dem Sinne … Kommunikation vor 10:00 Uhr ist nicht jedermanns Sache. Und meine schon gar nicht. Aber soll ja auch Leute geben, die das können … beneidenswert

14 November 2008

Wahr und schockierend

Man stelle sich folgende Situation vor … Fifi und ich sitzen gemütlich am frühen Abend im Tram Richtung Feierabend und diskutieren mal wieder über die Fluktuation der Springmäuse bei Vollmond … sprich … es ging um eigentlich nichts und das war nach dem Genuss dreier gar vorzüglicher Astra-Knollen auch gut so.

Jedenfalls … am Schaffhauser Platz kommt uns das wohl berühmteste Tram der Stadt Zürich entgegen. nein … nicht die Jugobahn Nr. 14 (in der sassen wir selber) und auch nicht irgendein fliegender Holländer sondern das stets ausgebucht und zur Herbst- und Winterzeit permanent überfüllte Fondue-Tram. Für alle auswärtigen Leser nur die kurze Erklärung … Fondue-Tram gleich normale Strassenbahn mit Tischen und Stühlen, die einmal quer durch die Stadt führt und in der man sich mit stickendem Käsefondue vollstopfen kann. Wo da der reiz drin liegt, verschliesst sich zwar meinem Verständnis, aber ich bin eh alles andere als ein grosser Freund von "Spiesse mit Brot in stickenden Käse stecken"-Ritualen. Aber war es mag, der soll ruhig …

Aber zurück zum eigentlich Thema …

Wir sitzen da so, das soeben ausführlichst beschriebene Tram kommt uns entgegen und das Fifilein in ihrer seligen Bierlaune meint doch tatsächlich, dass das ja sooo romantisch ist und wir das mal machen sollten. Grund genug, mir dieses Essen-auf-Rädern und speziell das sich darin befindliche Publikum mal genau anzusehen. Und was erblicken meine durch den Hopfenblütentee leicht getrübten Augen … richtig … nur Pinguine nebst Frauen in dem Vehikel. Anzugträger noch mit Jackett an und Krawatte um. Na prima .. genau die Leute, mit denen ich meine kostbare Freizeit ganz bestimmt nicht teilen möchte. Denn kann ich ja gleich mein Nachtlager hier im Stollen aufschlagen.

Also nach eingehender Betrachtung der anwesenden Trambesucher fiel meinerseits nur ein Wort, welche es in der vergangenen Zeit zu meinem permanenten Sprachschatz gehört … "Pinguinparade" … na Hilfe

Und was entgegnet mein neben mir sitzendes Weib … "Du bist doch auch einer von denen".

Na super … Tiefschlag mit der Kraft von drei dampfbetriebenen Lokomotiven … Bravo. Die seelischen Schmerzen plagen mich noch immer, auch wenn es doch eher die normalen Rückschmerzen sind.

In dem Sinne … Steine und Glashäuser sind zwei Sachen, die man möglichst nicht zusammen bringen sollte. Schon gar nicht, wenn man mitten drin sitzt … im Glashaus versteht sich. Könnte aber auch das Fonduetram sein … nimmt sich nichts.

Schönes Wochenende !!!

13 November 2008

Wir haben doch keine Zeit

Irgendwoher kenne ich diesen Spruch … nur mein momentan ziemlich strapaziertes Klein- und Grosshirn weigert sich momentan ausdrücklich, eben diese Erinnerung abzurufen. Streik diesbezüglich auf der ganzen Linie. Sauerei …

Aber ist momentan kein Wunder … so viele Informationen, so viele neue Gesichter, so viele Termine … und irgendwie momentan alles mehr oder weniger auf zwei Sachen ausgerichtet.
Zum einen natürlich der Job, der momentan ziemlich viel nerven und Energie kostet. Denn vieles läuft einfach nicht … entweder nicht rund oder gar nicht. Ständiges Anrennen gegen Wände aus Desinteresse, billigen Ausreden und anderweitigen Ablehnungsgründen, die der nomaldenkende Mensch und Nicht-Banker zu Recht gar nicht mehr nachvollziehen kann.

Und zum anderen das bisschen private Zeit, die manchmal auch den einen oder anderen nerv einfach so verschwinden lässt. Aber da ist's zum Glück weniger anstrengend und alles in einem Rahmen, der überschaubar und auch nachvollziehbar ist.

Aber zum Glück ist das Jahr bald vorbei und die Hoffnung, dass nächstes Jahr alles besser wird, hat sich noch nicht so wirklich verabschiedet. Wäre auch schlimm wenn …

In dem Sinne … ich muss denn mal wieder … die Arbeit wird nicht weniger und auch die unangenehmen Gespräche und Telefonate lassen sich nur bis zu einem bestimmten Punkt immer wieder aufschieben. Mahlzeit …

10 November 2008

Wunschdenken

Es ist mal wieder Montagmorgen, das Wochenende war mal wieder viel zu kurz und die Arbeitsmotivation tendiert irgendwo gegen den Nullpunkt. Und es wird ein langer Tag … soviel steht jetzt schon mal fest …

Aber ein Lied hat mir heute Morgen ein Lächeln auf die Lippen gezaubert und es trifft genau mein Wunschdenken des heutigen Tages und trifft es irgendwie auf den Punkt:

Anajo - Ich hol dich hier raus

Du bist in Schwierigkeiten
Du sitzt in der Klemme
Doch du wirst dich noch wundern
Wen ich alles kenne
Und ich hol dich hier raus
Ich hol dich hier raus

Hinter schwedischen Gardinen hat man dich gesteckt
Doch ich kenne einen Anwalt und der das Gesetz
Und der holt dich hier raus
Der holt dich hier raus
Du wirst verfolgt von den Typen in den schwarzen Anzügen
Und das war kein Spiel, das war kein Vergnügen
Doch ich hol dich hier raus
Hol dich hier raus

Du wolltest keine Gewalt, doch hattest auch keine Wahl
Und ein falschen Signal, einer muss jetzt bezahlen
Und du schaltest sie aus
Schaltest sie aus

Du sitzt am kürzeren Hebel
Niemand will dich noch hören
Niemand will dir noch glauben
Doch du kannst mir vertrauen
Denn ich hol dich hier raus
Ich hol dich hier raus

Ich bringe Sicht in den Nebel
Trockne aus diesen Sumpf
Ich nutze alle Kanäle, denn Kontakte sind Trumpf
Und ich hol dich hier raus
Ich hol dich hier raus
Du wirst in vollen Zügen deine Freiheit genießen
Ein Kinderspiel! Es war mir ein Vergnügen
Und ich hol dich hier raus
Hol dich hier raus

Und wir sehen uns wieder ein anderes Mal
Und ich bin in Gedanken schon beim nächsten Fall
Und ich hol dich hier raus
Hol dich hier raus


In dem Sinne … wenn sich also jemand berufen fühlt … nur zu … der Tag hat ja erst begonnen.

06 November 2008

Erinnerungsschwäche

Im Süden eigentlich immer noch nichts Neues … also zumindest nicht wirklich. Ist aber auch nicht wirklich verwunderlich, da das leben momentan eh so ziemlich nur aus Arbeiten, Essen und Schlafen besteht. Drei Dinge, die sich in wohlgeordneten Bahnen bewegen und ihren festen Rhythmus haben. Soll ja auch schliesslich so sein …

Die zeit zwischen diesen drei Tätigkeiten gehen allerdings dabei ziemlich irgendwo in irgendeinem Nirwana unter. Bin z.B. gerade stark am Überlegen gewesen, was bzw. ob überhaupt was Besonderes während meiner täglichen Fahrten mit dem Zürcher Nahverkehr passiert ist. Und ganz ehrlich … ich kann mich nicht mal wirklich an die letzten paar Fahrten zur Arbeit bzw. nach Hause erinnern. Völlige geistige Umnachtung während dieser Zeiten war anscheinend angesagt.

Gut … morgens ist das kein Wunder. Da habe ich eh meine Startschwierigkeiten und brauche so meine gute Stunde, um überhaupt in irgendeiner Form aufnahmefähig zu sein. Ausser ich muss … aber das ist denn schon ziemlich mühsam und sollte möglichst nicht allzu häufig vorkommen.

Was mir aber zu denken gibt, ist der Verlust diverser Einzelheiten im abendlichen Bereich des Tages. Das ist doch eigentlich genau die Zeit, wo ich fit und vor allen Dingen munter bin.
Aber nix … so gut wie alles wech.

Vielleicht sollte ich ja mal wieder kräftig auf den Hinterkopf fliegen. Die Zeit danach war echt intensiv und so voller Erinnerung … als ich mich denn wieder erinnern konnte. Aber eigentlich ist das Ganze nicht wirklich erstrebenswert und ich glaube, meine nähere Umgebung hätte nicht so wirklich Freude daran, wenn ich wieder wie völlig gaga durch die Gegend laufe und mich selbst über die kleinsten Kleinigkeiten wie ein Pferd vor der Apotheke freue.

Also werde ich mal versuche, doch wieder ein bisschen aufmerksamer durch die Gegend zu trampeln und vielleicht gibt's ja denn auch mal wieder was aus dem Tram zu berichten. Hatten wir ja lange auch nicht hier.

In dem Sinne … Augen auf im Strassenverkehr und immer eine handbreit Erde unterm Kiel … und überhaupt und sowieso … immer schön die Augen und Ohren weit aufgesperrt. Man könnte ja sonst was verpassen.

Übrigens einen Gruss nach Jena … einfach mal so. Bis bald mal wieder …

29 Oktober 2008

Nur nicht die Hoffnung aufgeben

Es gibt es noch … das kleine bisschen Glück, Manchmal muss man einfach nur ein bisschen Suchen und wird unter Umständen sogar mit einem bisschen Erfolg belohnt. Soll ja in allen Lebenslagen funktionieren und gestern hat es speziell bei meinem Steckpferd der Musik auch wirklich mal funktioniert.

Schon seit Wochen bin ich auf der Suche nach bestimmten Live-Alben meiner Lieblingsband Isis. Das man diese nicht in Europa käuflich erwerben kann, war mit schon am Anfang meiner Suche völlig bewusst und das es, wenn den überhaupt, nur in den Staaten möglich ist, war mir schon klar, als ich noch gar nicht wusste, dass ich mich überhaupt auf die Suche machen will.

Wie gesagt … gesucht, gesucht, gesucht … und doch nicht gefunden. Selbst grosse CD-Anbieter hatten diese Schätzer der nicht alltäglichen musikalischen Kunst nicht im Programm und selbst im bandeigenen Store gab es nicht den Hauch einer Möglichkeit, eben diese CDs zu bestellen. Dabei war ich auch bereit, ein nicht unerhebliches Sümmchen dafür auf den virtuellen Ladentisch zu platzieren. Was tut man halt nicht alles, wenn man schon das Konzert in Zürich verpasst hat.

Jedenfalls … gestern Nachmittag, mal wieder nicht so der Mörderansturm von Anträgen im Büro und ein bisschen Zeit, wieder einmal auf die Suche durch das weltweite Computernetzwerk zu gehen. Und siehe da … ein verrückter Blogger hatte doch tatsächlich genau die gesuchten musikalischen Live-Ergüsse auf seine Website zum Download gestellt. Es geschehen doch noch Zeichen und Wunder.

Und so bestand meine erste und einzige gute Tat am gestrigen Abend darin, diese Seite nochmals zu besuchen, zweimal die rechte Maustaste betätigt und schwupps war ich im stolzen Besitz der so lang gesuchten Musikstücke, die denn heute Morgen auf dem Weg ins Büro den Weg von meinem mp3-Abspielgerät in meine frisch geputzten Ohren fanden. *schnurrrrrrrrrr

In dem Sinne … manchmal darf man einfach die Hoffnung nicht aufgeben und wenn man sich ganz viel Mühe gibt und immer an das Gute glaubt, wird man doch ab und an mal belohnt. Auch wenn es nur Kleinigkeiten sind. Die Summe dieser macht's denn aus.

27 Oktober 2008

Fleissig, fleissig

So .. heute muss ich mir mal selber feste auf meine breiten und muskulösen Schultern klopfen.
Mein erstes Wochenende ganz allein zu Hause war alles andere als geprägt von Faulheit, sinnlosem Herumlungern auf dem Sofa oder anderweitigen sinnfreien Tätigkeiten.
Genau das Gegenteil war der Fall. Ich war fleissig … verdammt fleissig sogar.

Viel hatte ich mir für meine "sturmfreie" Woche vorgenommen und hatte auch den gang ganz festen Vorsatz gefasst, dass Geplante schonungslos und ohne Rücksicht auf Verluste durchzuziehen.

Und was passiert ... ich ganz gemütlich Samstagvormittag gute Musik in meine Anlage geschmissen und fleissig ans Werk gegangen. Ab und zu schon mal ein ganz gepflegtes Pfuschen, aber ansonsten eins nach dem anderen auf meiner Liste abgearbeitet.

Und das ganze mit dem Resultat, dass ich am gestrigen Mittag fertig war … richtig … so wirklich fertig. Alle Punkte auf der doch recht umfassenden Liste abgearbeitet. Restlich und ohne Ausnahme. Und Sachen und Dokumente habe ich gefunden … konnte es ja kaum glauben, was da alles zu Tage kam. Echt überraschend und teilweise schockierend.

In dem Sinne … Wenn man will, geht's doch und Helden der Arbeit müssen auch erst zu solchen werden … über die Jahre versteht sich. Schöne Woche allen …

23 Oktober 2008

Alle Jahre wieder

Die Tage werden kürzer bzw. sind es schon und die Anzahl der Sonnenstunden pro Tag nimmt rapide ab bzw. ist aufgrund der Nichtanwesenheit des glühenden Planeten einfach gar nicht mehr vorhanden.

Zeit also, sich wie jedes Jahr wieder aktiv und vollumfassend auf den jährlichen allseits beliebten Winterschlaf mit all seinen Vor- und Nachteilen vorzubereiten. Nicht nur die Winterreifen müssen langsam aber sicher den super schönen Sommerreifen weichen, nein auch Sonnenbrille, T-Shirts und kurze Hosen können langsam ihren Weg Richtung tiefstem Inneren des Kleiderschranken finden.

Dicke Pullover, Winterjacke und Boots sind wieder an der Tagesordnung; dicke decken liegen auf dem Sofa bereit und auch sonst ist alles bereit, um sich gemütlich am Abend nach getaner Arbeit auf dem Sofa dem süssen Nichtstun hinzugeben. Kein Zwang mehr, die örtlichen Liegewiesen oder Badeanstalten zu besuchen, nichts mehr mit ausgelassenen Festivalitäten inklusive Grillorgien auf Balkonien. Schade aber auch … werde es vermissen für die nächsten mindestens 5 Monate.

In dem Sinne … Winterschlaf und die Vorbereitung darauf sind auch was schönes und ich freue mich jetzt schon wie ein Schnitzel kurz vor dem Panieren auf einen gemütlichen und kuscheligen Abend auf meinem geliebten Sofa.

22 Oktober 2008

Abwesenheit

Irgendwie habe ich seit zwei Tagen hier keine geistigen Ergüsse hinterlassen. Hat aber keinen besonderen Hintergrund. Es liegt einfach nur daran, dass momentan nicht wirklich was Interessantes und Berichtenswertes in meinem kleinen und beschaulichen Leben passiert ist oder passiert.

Und auch im Raucherraum ist momentan nicht wirklich was los. Thema Nummer 1 ist natürlich die Bankenkrise und die damit in direkten Zusammenhang stehenden Börsenkurse etc. alles Dinge, die mich eigentlich nicht wirklich interessieren. Auch wenn sie das sollten. Aber irgendwie kann man es nicht mehr hören und will eigentlich nur einen guten Job machen.

Ach …eine Sache gibt's denn doch. Und zwar habe ich soeben gerade erfahren, dass ich Mitte Dezember wieder mal ins schöne und beschauliche Frankfurt/M. zwecks Besuchs eines langweiligen und unnützen Seminars reisen darf. Menno … da hab ich heute schon keine Lust drauf und freue mich "riesig". Aber wenigstens gibt's denn mal wieder einen schön sarkastischen Eintrag hier. Und darauf freue ich mich denn doch. Irgendwas muss ich ja dem ganzen Quatsch auch was Gutes abgewinnen.

In dem Sinne … der Regen fällt immer noch Richtung Erde und die Sonne hat sich wohl für Tage verabschiedet. Macht aber nichts, ich sitze im Trocknen. Ätsch …

17 Oktober 2008

Stimmungsschwankungen

Wie hier bereits berichtet, ist der Fluch und Segen der Pendlerzeitungen in der Schweiz einfach mal nicht von der Hand zu weisen und kann bei gefährdeten Menschengruppen schnell und unauffällig zu einer gewissen Sucht führen.

Zum Glück bin ich gegen diese Art Sucht immun, denn noch mehr Süchte würde mein bereits jetzt schon arg strapazierter Körper wohl auch nicht vertragen … mal vom recht desolaten Geist mal ganz abgesehen. Aber wie sagt Mama immer "Ne Macke hat doch jeder …"

Leider wird man aber immer wieder mit dieser Sucht konfrontiert und seit neustem lauert die Versuchung auch schon in unserem geliebten Räucherstübchen. Diverse ausgaben der verschiedensten Zeitungen sammeln sich dort über den ganzen Tag an und schreien förmlich danach, nur mal so ganz schnell und unauffällig durchgeblättert zu werden. Und bloss nicht erwischen lassen dabei. der Banker von Welt liesst schliesslich so was nicht … nein … wir doch nicht.

Aber auch in dieser Lokalität kann ich es weitestgehenst vermeiden, meine bereist durch die tägliche Arbeit vor dem PC stark strapazierten Augen mit den bunten Bildchen zu belasten. Nur heute … ausgerechnet am heiligen Freitag musste es passieren … ein rascher Griff und was schlage ich für eine Seite auf? Nicht den Wirtschaftsteil und auch nicht den Klatsch und Tratsch mehr oder weniger bekannter Leute … nein … das aktuelle Tageshoroskop strahlt mich an und fordert mich eindringlich dazu auf, es näher und ausgiebig zu betrachten. Und was muss ich da lesen:

Tageshoroskop für den 17.10.2008 (www.20min.ch)
Jungfrau, 1. Dekade

Stimmungsschwankungen
Sie leiden heute mehr unter Stimmungsschwankungen als sonst. Sie sind schneller gereizt und können die Marotten anderen Menschen nicht so gut ertragen. Nicht nur deshalb können auch in Ihrem Liebesleben heute Differenzen auftreten. Vielleicht handeln Sie jetzt auf eine Weise, die Sie selbst nicht richtig verstehen können. Es wäre sehr fruchtbar, wenn Sie die zugrunde liegenden inneren Spannungen analysieren und dadurch aufgeben könnten. Auch könnte Ihre Gesundheit ein bisschen angegriffen werden, wenn Sie sich zu viel zumuten.


Na so ein Quatsch … ich und Stimmungsschwankungen. Das Wort kommt in meinem Sprachschatz doch gar nicht vor. Entweder habe ich gute Laune oder nicht. Nichts dazwischen und schon gar nicht schwankend. Und um mein Liebensleben sollen die sich mal keine Gedanken machen. Zudem … wenn es um die Liebe geht, versteht man eh meistens nichts mehr bzw. will es auch gar nicht.

In dem Sinne … Pendlerzeitungen oder ähnliche Publikationen gehen mir irgendwie ziemlich weit irgendwo vorbei. Wenn ich was wissen will, frage ich Tante Google oder Onkel Wikipedia. Die wissen auch immer alles. Schönes Wochenende …

16 Oktober 2008

Randthemen

Eingekreist von Angehörigen des weiblichen Geschlecht und den Chef im Nacken gleicht mein momentanes Arbeitsleben eher dem Rückzug in meine sichere Ecke, verschanzt hinter zwei 21'' 16:9 Flachbildschirmen, immer irgendwie in Deckung und möglichst wenig Angriffsfläche bietend. Mein einzig verbliebene Kollege sitzt weit entfernt und kann selten mal einen Befreiungsschlag machen. Also heisst es tief eingraben und abwarten, bis sich zwecks Raucherpause ab und an mal eine Möglichkeit zur Flucht bietet.

Aber mal im Ernst … ganz so schlimm ist es doch nicht und zuweilen kommt es zur einen oder anderen erheiternden Situation. Gerade wenn die Mädels vergessen, dass auch sensible männliche Kollegen anwesend sind, die sich vielleicht nicht ganz so ausgiebig und in epischer Breite für die Sorgen und Nöte der Damentoilettenbesucher und den sich daraus ergebenen Problemen interessieren.

Oft genug ist nämlich genau das das Thema der durchaus kontrovers geführten Diskussionen. Einzelthemen wie "Wer verstopft eigentlich regelmässig die beiden vorhandenen Toilettenschüsseln", "Wie riecht das Zeugs, was da wieder so hochkommt" oder "Warum sind Frauen so grosse Schmutzfinken, wenn es um das ordnungsgemässe Verlassen der örtlichen Sanitäreinrichtungen geht. " werden in minutenlangen Diskussionsreihen in allen Einzelheiten erörtert. Themen, die es wirklich wert sind, in allen Einzelheiten besprochen zu werden.

Ansonsten haben wir natürlich auch die sonst so typischen Frauenthemen wie "Kopf- und Rückenschmerzen … immer wieder gerne genommen", "Mein Mann … ist er wirklich so gut?" oder "Wer ist was und wer mit wem" am Start und als Mann so unter Frauen kann man da schon einiges über das Gefühlsleben der weiblichen Bankangestellten lernen … wenn man denn will.

In dem Sinne … Frauen an die Macht und mir meine Ruhe. Alles andere macht keinen Sinn und führt nur zu Unwohlsein im Magen-Darm-Trakt. Und das will doch niemand … Mahlzeit.

14 Oktober 2008

Sinnloses Gerede

Deutschland ist erschüttert … und die Schweiz im kleinen und beschaulichen Rahmen natürlich auch. Denn seit dem vergangenen Wochenende ist im Bereich des öffentlich-rechtlichen Fernsehens nichts mehr so ganz, wie es einmal war. Alles hat sich grundlegend verändert, Menschen laufen orientierungslos in der Gegend herum und die Welt hat für ein paar Sekunden aufgehört, sich um die eigene Achse zu drehen.

Hintergrund dieses Supergaus war nicht etwa die Finanzkrise und die neue Staffel der Popstars. Auch eine neue Staffel von "Bauer sucht Mistgabel" war nicht Schuld an dieser Misere.
Einzig und allein die Weigerung eines alten und der Gegenwart weit entfernten Mannes löste diese grosse Krise des durch teuer bezahlte Fernseh- und Rundfunkgebühren bezahlten Fernsehens aus. Eine Weigerung und damit verbundene Äusserungen bezüglich Qualität im Deutschen Fernsehen können schon manchmal Welten bewegen und Menschen erschüttern. Auch das sich jetzt weitere Urgesteine und andere Dinos hierzu zu Wort melden, kann schon sehr erschütternd sein, Dabei sollten sich genau diese Leute mal fragen, warum es so ist und wie es so weit kommen sollten. Deren Beiträge zur allgemeinen Weiterbildung und Unterhaltung des Durchschnittsdeutschen zählten wohl denn auch nicht zu den Wertvollsten und Erfolgreichsten der Branche.

Alles halb so wild und eigentlich alles andere als skandalös. Es hat lediglich jemand das ausgesprochen, was allgemein bekannt und eigentlich nicht weiter erwähnenswert ist. Denn das die Qualität im Deutschen Fernsehen seit Jahren nicht aus dem höchsten Niveau ist, hat sicher auch schon der durchschnittlich verwirrte Mensch erkannt und sich irgendwie mit dieser Situation engagiert.

In dem Sinne … statt zu meckern vielleicht einfach mal die Fernbedienung in die Hand nehmen, den roten Knopf zum Ausschalten voller Inbrunst betätigen und sich anschliessend einem Buch, der Familie oder anderweitigen sozialen Kontakten widmen.

06 Oktober 2008

Doch lieber mit dem Zug?

Eine Reise so halb durch die Schweiz ist doch immer wieder eine Erfahrung. Und wenn man das Ganze denn noch mit zwei Autos im Konvoi macht, wird's umso spannender. Endlose Minuten Spannung, Spiel und immer noch eine Schokolade.

Aber vielleicht mal kurz zu den Hintergründen dieser ungewöhnlichen und ausserordentlichen Reisetätigkeit mit unseren zwei Spassmobilien. Vergangenen Donnerstag war es nämlich endlich soweit … Familie lorretti rückte geschlossen in die Schweiz ein. Mama, Papa, Bruderherz und Schwägerin in spe hatten sich auf den beschwerlichen und abenteuerlichen Weg aus dem hohen Norden in das weit entfernte Zürich gemacht. Natürlich standesgemäss mit der ortansässigen Lustfahrtsgesellschaft und nicht mit irgendeinem Billigflieger, der nur auf Feldflughäfen seinen Flugbetrieb durchführen darf.

Während dieser Besuchstage des Erstgeborenen standen natürlich diverse Aktivitätspunkte auf dem Programm, welche trotz oder gerade wegen der widrigen Wetterverhältnisse vollumfänglich durchgezogen worden sind.

Unter anderem war auch der Besuch einer der schönsten, tollsten und beeindruckensten Berge der Schweiz, dem Pilatus auf dem diesjährigen Programm. Einmal auf gut 2000 m sollte es raufgehen, um von dort die nah- und Fernsicht geniessen zu können und den Flachländern, zu denen ich zweifelsohne auch gehöre, mal was Besonderes zu bieten.

Wer nun ein wenig geografisch bewandert ist, weiss, dass sich eben dieser Berg nicht unweit der wunderschönen Zentralschweizer Stadt Luzern befindet. Und wie kommen 6 Leutchen dahin … richtig … natürlich mit zwei Autos, denn in einem wäre für diese Menschenansammlung wenig Platz. Man hätte natürlich auch mit der Bahn fahren können, aber wer will das schon …

Und so ging es im Konvoi gepflegt Richtung Süden (so ungefähr) und nach einem doch sehr winterlichem und schneereichem Besuch des Pilatus stand noch der Besichtigung der historischen Altstadt von Luzern auf dem Programm. Und mit zwei Autos durch den samstäglichen Verkehr Luzerns ist doch immer wieder eine Erfahrung … eine, die ich nicht so schnell wieder machen möchte. Gerade wenn man sich nicht wirklich auskennt, kann so ein Gewusel eine echte Herausforderung darstellen. Aber wir haben es überlebt …

In dem Sinne … Fahren in Kolonne ist nie wirklich lustig und ortsunkundig schon gar nicht. Vielleicht das nächste Mal doch lieber mit dem Zug … na ich glaube nicht. 5 ½ Mecklenburger in der Schweizer Bahn … das kann doch gar nicht gut gehen. Wo bleibt denn da die Action?

01 Oktober 2008

Aua

Seit gestern nennt man mich nur noch "lorretti den grossen Axtschwinger" oder "lorretti der grandiose Schneisenschläger" oder "lorretti der brutale Waldzerstörer" … oder oder oder …

Denn gestern war ich im Rahmen des Bergwaldprojektes tief im Wald des Liechtensteinerischen Landes. Irgendwo im Nichts, weit ab der Zivilisation und doch mit Handy-Empfang, wie manche Anwesende anhand ihres Blackberries sichtbar und laut unter Beweis stellten.

Aufgabe war es, mittels einfacher Werkzeuge überlebenswürdige und durch unseren Oberwaldmeister auserwählte Bäume von unliebsamen Mitbewerbern in der unmittelbaren Nähe zu befreien. Sprich … einfach alles im Umkreis von 5 Metern umbauen, plattmachen bzw. VERNICHTEN … *grrr

Und während sich meine Bankerkollegen mit den vorhandenen Sägen bewaffneten und zart und sanft damit die kleinen Zweige bearbeiteten, schrie die bereitliegende Axt förmlich nach Beschäftigung durch meine mehr oder weniger geübte Hand. Echtes Werkzeug für echte Männer halt. Was für ein Spass und ein sehr gutes Mittel zum Abbau von Aggressionen oder anderweitigen Energieaufstauungen.

Natürlich blieb dabei schon die eine oder andere unschuldige Pflanze auf der Strecke, aber gemäss unserem Oberforstexperten war das völlig in Ordnung so. Auch, dass alles im Umkreis meiner Zerstörungsorgie aussah, als wenn eine Horde Trolle durchgetrampelt wären, wäre wohl kein Problem gewesen und war so gewollt. Von wegen Vermoderung und Schaffung neuen Nährbodens und so … na ja … wenn er das sagt.

Spass hat es auf jeden Fall gemacht, die bereits vermutete Sauerstoffvergiftung gab's denn auch und auch sonst sind alle Erwartungen erfüllt worden. Nur eine kleine Sache gibt's auszusetzen … ich kann mich heute kaum noch bewegen. Da kommen auf einmal Muskeln zum Vorschein, von denen ich noch nie etwas gehört oder erahnt habe. Aber auch das wird vorbeigehen.

In dem Sinne … wieder mal an die Grenzen der körperlichen gegangen, ein wenig überschritten und heute das Resultat erhalten … schnurrender Muskelkater vom allerfeinsten. Aber auch der wird sich wieder verziehen … heute, morgen oder vielleicht auch erst in 3 Tagen.

29 September 2008

Morgen geht's in den Wald

In unserer heutigen so heiss geliebten Konsumgesellschaft soll es ja tatsächlich Menschen geben, die sich auch mal für was anderes als sich selbst einsetzen. Soll es geben und ist manchmal doch weiter verbreitet, als man glauben mag. Da fliegen Menschen mal so halb um die Erde um irgendwo im Dschungel Zähne von mehr oder weniger zu behandeln; manche engagieren sich in der Behindertenhilfe und manche helfen einfach so und ohne jegliche finanzielles Interesse bei der Ausgabe von Essen an bedürftige Mitmenschen. Und andere gehen einfach mal in den Bergwald der Schweiz, um dort aufzuräumen, Schneezäune zu setzen oder andere gute Werke zu tun. Nennt sich Projekt Bergwald und wird u.a. auch von unserer Firma unterstützt und gefördert.

Und jetzt ratet mal … genau … zu den Letzteren werde ich Morgen gehören. Ja richtig gelesen … ich der TT-Fahrer, der leidenschaftliche Shopper, derjenige, der fast jeden Arbeitstag im schicken Anzug durch die Strassen von Zürich läuft und auch gerne mal gerne einfach nur das eigene Leben geniesst.

Bei der Anmeldung zu diesem Projekt war ich denn auch selber ein bisschen überrascht … überrascht, dass ich das einfach mal so mache ohne an irgendwelche grossen Vorteile zu denken. Ich bin sooo gut … na ja manchmal …

In dem Sinne … manchmal sollte man auch mal über seinen eigenen Schatten springen, die Ärmel hochkrempeln und etwas tun, was auch mal der Allgemeinheit nützt. ich denke mal, dass das auch dann irgendwann zurückkommt … im Positiven natürlich.

24 September 2008

Ein Reigen wilder Melodien

Die Augen sind heute Morgen noch nicht wirklich auf, die Stimme immer noch ein bisschen belegt und auch sonst ist der Wachheitsgrad als eher unterdurchschnittlich zu bezeichnen. Grund dafür ist nicht etwa eine durchzechte Nacht oder eine Gamingschlacht vor dem PC, sondern der Besuch eines denkwürdigen Konzertes am gestrigen Abend mitten im (Banken-)Zentrum von Zürich.

Die Rede ist allerdings nicht vom Bryan Adams Konzert gestern Abend … das war im Zürcher Hallenstadion und wäre eh nicht wirklich was für mich gewesen. Ich höre schliesslich nicht zu der Generation, die sich ihre Fan-T-Shirts in die Lewis 501 stecken und vom Sommer des Jahres 1969 träumen. Da gab's unsereins nämlich noch gar nicht und das ist vielleicht auch besser so.

Die Rede ist vom gestrigen Hellacopters Konzert in der Alten Börse direkt am Paradeplatz Zürich. Schon ein denkwürdigen Anblick … Dutzende langjährige lederjackenbehangene Typen und Mädels mit fettem Kajalstrichen unter den Augen bevölkerten den sonst nur von Anzugträgern, aufgestylten Tussis und Touristen bevölkerten Platz in einer der teuersten Gegend von Zürich. Man kann da mal ruhigen Gewissens behaupten, dass da doch gewisse Gegensätze aufeinander trafen. Sehr interessant und beeindruckend. Sieht man so sehr selten in der Gegend.

Das Konzert … wie erwartet eine Ansammlung schmutzigen Rocks mit der nötigen Arroganz, Schweiss in Massen und dem einen oder anderen Schweizer, der sich gegen alle sonstigen Gewohnheit und Zurückhaltung mittels Sprung ins tobende Publikum warf. Und das schon in der ersten halben Stunde … Respekt Jungs … reife Leistung. Die Stimmung mehr als prächtig und selbst in den letzten reihen wurde zumindest fleissig mit den Füssen der Takt aufgenommen.

Alles in allem ein gelungener Liederabend voller Hits, die kaum jemand kennt und die niemals im Radio gespielt werden. Aber müssen sie auch gar nicht … das überlassen wir mal dem Bryan. Der kann es bestimmt besser gebrauchen. "Everything I do …" bla, bla, bla …

In dem Sinne … Musik ist zum Glück Geschmackssache und über Geschmack lässt sich ja bekanntlich streiten … oder auch nicht … oder doch … ach … weiss auch nicht … noch viel zu früh. Gute Nacht …

23 September 2008

Auf der Suche

Was war das denn für ein Montag gestern? … Irgendwie wollte nichts wirklich laufen, die Stimmung sackte ständig in irgendwelche Kellergefilde ab und demzufolge hatte sich meine Arbeitsmotivation für unbestimmte Zeit unbezahlten Urlaub genommen. Selbst der frühe Feierabend trug nicht wirklich zur einer Verbesserung des Wohlbefindens bei und das "Runterkommen" während der Tramfahrt nach Hause gestaltete sich alles andere als einfach. Schlussendlich war der Abend denn aber doch noch recht entspannt ... wider Erwarten und besserem Wissen.

Jetzt am Dienstagmorgen ist allerdings wieder alles wie gestern und von meiner für einen Tag beurlaubten Arbeitsmotivation fehlt immer noch jede Spur. Also wird es langsam Mal Zeit, mich intensiv auf die Suche nach eben dieser vermissten positiven Eigenschaft meinerseits zu machen. Denn ohne sie geht heute auch mal wieder gar nichts und der Tag könnte endlos lang werden.

Also einfach mal losarbeiten und schauen, was passiert. Vielleicht kommt sie ja urplötzlich hervorgekrochen, übernimmt wieder die Regie und lässt vor allen Dingen den Tag mehr als schnell vorbeigehen. Wäre so das Optimum und würde zur allgemeinen Verbesserung der Laune mehr als nur beitragen.

In dem Sinne … erst Suchen und dann vielleicht auch noch Finden. So der grosse und einfache Plan des heutigen Tages. Und das Beste daraus machen. Vielleicht ist ja (wie schon so oft) der Weg das Ziel.

19 September 2008

So kurz vor dem Wochenende

Natürlich muss ich noch so kurz und knapp vor dem herannahenden Wochenende noch den einen oder anderen Satz loswerden und somit mal ganz gepflegt in die Runde werfen.

Zum einen … bin ich heute tierisch gut drauf. Gründe gibt's natürlich jede Menge. Bald Wochenende, heute geht's noch nach München und das ganze Mal nicht mit meinem oder Fifis Wagen sondern mit einem kleinen Mini … Spass muss sein und wenn es nichts kostet … umso besser. In meiner wohlverdienten Mittagspause werde ich mal das Spassmobil beim Händler abholen und schon mal die Innenstadt von Zürich damit unsicher machen.

Zu anderen … geht's morgen auf die Wiesn. Für alle Nichtbayern und Ortsunkundigen … gemeint ist natürlich das Oktoberfest. Und … nein … ich werde mich nicht, so wie in einschlägigen TV-Sendungen oftmals pauschal dargestellt, und ich betone NICHT, zur Besinnungslosigkeit betrinken. Hab ich einmal auf der Wiesn gemacht und das Resultat … eine einjährige Beziehung mit einer leicht gestörten und einem anschliessenden psychischen Knick meinerseits.

Aber vielleicht noch kurz zum Thema "Oktoberfest" … glaubt nicht alles, was Ihr im Fernsehen seht. Klar gibt es die Australier, Amis oder irgendwelche Westpolen, die im eigenen Saft in der Gegend rumliegen und natürlich gibt’s hin und wieder mal eins auf die Mütze. Und natürlich wird geflirtet und rumgemacht … aber gerade die Extreme kommen zum Glück nur sehr selten vor. Nur leider wollen uns diverse Privatsender da ein anderes Bild verkaufen … und der Mob glaubt's denn auch noch. Nur so schlimm wie dargestellt, ist's in der Regel nicht und in der Regel und wenn das Wetter mitspielt, kann man eine ganze Menge Spass und Vergnügen auf dem grössten Volksfest Europas haben. Man muss nur wollen und sich darauf einlassen, dass Bayern halt nicht Deutschland ist.

In dem Sinne … Jubel, Trubel, Heiterkeit … alles das muss sein und sollte ab und an auch mal in aller Ausgiebigkeit zelebriert werden. Sonst fragt man sich irgendwann mal: "Wann habe ich eigentlich gelebt???" … Allen ein super Wochenende und ganz viel Spass … München … wir kommen …


Nachtrag: Natürlich werde ich berichten ...

17 September 2008

freiwlliger Zugzwang



Es geht was rum in der Schweiz und dem Rest Europas ... die grosse Nominierungsflut, -wut oder was auch immer. Natürlich darf ich da nicht fehlen und nach zwei bereits für meine Wenigkeit erfolgten Nominierungen durch meine Lieblingsmama und den Meister der wechselnden Websites Tom möchte ich da meiner geschätzten Leserschaft auch meine Nominierungen kundtun. Aber vorher erstmal die Spielregeln ... denn ohne wird es langweilig

1. Der Blogger kann das Logo auf seinen /auf ihr Blog speichern.
2. Verlinke die Person, von der Du den Award bekommen hast.
3. Nominiere mindestens 7 weitere Blogs.
4. Verlinke diese Blogs mit Deinem und,
5. Hinterlasse eine Nachricht auf den nominierten Blogs.


Aber nun kommen sie ... meine Nominierungen:

Selbstverständlich nomniere ich meine Lieblingsmama. Warum ... weil ich sehr grossen respekt vor dem habe, was sie jeden Tag leistet und dabei trotzdem ihr Lächeln nicht verloren hat.

Natürlich darf Dorina aus Deutschland nicht fehlen. Immer wieder interessant und mal eine andere Sicht der Dinge.

Als nächste Nominierung möchte ich den shopblogger aus Bremen präsentieren. Also ich weiss schon, warum ich keinen Laden aufmachen wollen würde.

Tja ... der nächste Nominierte ist der Jojo aus Jena. Studentischer Witz und Charme präsentiert mit spitzer Feder. auch wenn ich manchmal nur die Hälfte verstehe.

Ach ja ... bevor ich es vergesse ... Tom ... den Eistee trinken wir noch DIESES JAHR. Und natürlich ist er auch nominiert. Warum? na denn schaut auch mal die geniale Seite an und Ihr wisst warum.

Mal schaun ... die grossen Blogs wie den Frauen(nicht)versteher, den Polizisten in der Zentrale und so viele andere lasse ich mal gepflegt beiseite ... die tauchen eh immer überall auf. Auch oder weil sie sehr gut sind.

So ... jetzt ist die Show vorbei, die Nominierungen stehen und mal schaun, ob und was dabei rauskommt. Spass gemacht hat es auf jeden Fall.

In dem Sinne ... viel Spass beim Lesen und bis die Tage.

16 September 2008

Rauschen im Ohr (Neues aus dem Rauscherraum die x-te)

Jeder Mensch verfügt bekanntlich über das eine oder andere Talent. Eigentlich sogar über viele, aber die meisten Talente sind derartig verkümmert, dass man sie kaum bis gar nicht gebrauchen kann. Also sollte man sich auf die mehr oder weniger stark ausgeprägten Talente konzentrieren und diese so oft wie möglich ausgiebig nutzen. Ok … das eine oder andere Talent gehört vielleicht nicht so ganz in die Öffentlichkeit, aber die meistens sind schon so, dass man sie überall nutzen kann.

Eines meiner gut ausgeprägten Talente ist das sogenannte "Überhören". Auch als "Weghören" oder "Rauschen im Ohr" zu bezeichnen. Ganz böse Menschen bezeichnen diese teilweise überlebensnotwenige Talent auch als selektive Wahrnehmung. Aber das ist in meinem Augen … ups … 'tschuldigung Ohren doch eher eine Angewohnheit und kein Talent.

Das ich eben dieses Talent des Öfteren im täglichen Überlebenskampf benötige, beweisst der ausschnittsweise dargelegt Raucherraumgespräch. Denn nach den ersten 6 Sätzen setzte nämlich automatisch dieses Talent ein und ich hatte denn doch noch eine entspannte Pause.

Protagonisten zwei liebreizende Kolleginnen (denke mal Assistentinnen), wahrscheinlich aus dem Osteuropäischen Bereich, wieder frei übersetzt aus dem Schweizerdeutsch.

Kollegin blond: Also weißt, ich habe langsam keine Lust mehr. (als wenn sie die je gehabt hat)
Kollegin rothaarig: Und ich auch nicht.(ach nee …)
Kollegin blond: Immer diese Auswahl. (Wie was wo wann ???)
Kollegin rothaarig: Ja … echt schlimm. (???)
Kollegin blond: Und dabei weiss ich gar nicht, was ich eigentlich will. (na wer weiss das schon)
Kollegin rothaarig: Na das weiss ich schon … will alles. (Ok … jetzt wird's evtl. spannend)
Kollegin blond: Na ja … so kann man das auch sagen. (Mädels … kommt doch mal zum Punkt)
Kollegin blond: Ja immer diese Auswahl in der Kosmetikabteilung

Rausch ..............................................

In dem Sinne … nicht alles, was man hört, will man auch wirklich zur Kenntnis und wenn es um Kosmetik geht, dass steige ich doch wirklich aus. Zum Glück habe ich dieses Talent und kann auch einfach mal auf Durchzug stellen.

11 September 2008

Mitfahrer

Wer sich jeden Tag mit dem öffentlichen Nah- und Fernverkehr zur jeweiligen Arbeitsstelle bewegt und natürlich abends das Ganze denn auch noch retour kennt die folgende Situation:

Man sitzt ganz gemütlich und entspannt auf seinem Sitz, liesst die aktuelle Tagespresse oder ein Buch, hört Musik und/oder schaut einfach nur aus dem Fenster und beobachtet das Umfeld. Je nach Wachheitsgrad mehr oder weniger erfolgreich, aber das ist in dem Moment ja auch völlig egal.

Und jeder oder zumindest die meisten kennen auch die Situation, wenn man dann einen Sitznachbarn bekommt. Je nach Person gibt es dabei zwei grundlegende Typen:

Der oder die Unauffällige

Besticht dadurch, dass man die jeweilige Person gar nicht merkt. Mach sich nicht breit, ist genauso zuvorkommend wie man selber und weiss sich einfach zu benehmen. Immer schön unauffällig. Und ehe man es sich versieht, ist diese Person denn auch schon wieder weg und man kann nur hoffen, dass man sich zum einen nicht allzu breit gemacht hat und zum anderen das der nächste Sitznachbar ebenso zu diesem Typ Mitfahrer gehört. Jedenfalls sind dies Mitreisenden für mich immer die angenehmsten.

Der oder die Aufdringliche
So … das bin ich und ich brauche Platz, Luft und noch mehr Platz. Genau dies Denken zeichnet diesen Typ Mitfahrer aus. Getopt wird das ganze denn noch durch minutenlange Telefonate oder Ausbreiten der Zeitung, sodass man sich selber kaum noch bewegen kann bzw. man am Ende der Fahrt die komplette Lebens- und Leidensgeschichte der jeweiligen Person kennt. Jedenfalls sehr unangenehme Zeitgenossen …

Natürlich gibt's da auch noch eine ganze Menge Misch- und Untergruppen. Überlass ich jetzt mal der Phantasie der Leser. … Sag nur Aufdringlichkeit gemischt mit den diversen Gerüchen und dem Feingefühl einer Dampfwalze im Berufsverkehr.

In dem Sinne … Gegenseitige Rücksichtnahme ist doch was Feines … wenn alle sie auch in irgendeiner Form verinnerlicht haben. Und wenn nicht … na da kann man nur hoffen, dass diese Person schnell aussteigt oder man selber bald an der gewünschten Haltestelle ist. Oder man sucht sich demonstrativ einen anderen Platz … Flucht nach vorn.

09 September 2008

Melde mich gehorsamst zurück

So … da bin ich wieder. Braun gebrannt mit einem Pelz im Gesicht und der Gewissheit tief im Herzen, dass selbst die grösste Hitze in Zürich nichts gegen die unangenehme Wärme in Athen ist. Ich würde niemanden, der nicht irgendwie auch bei 30 Grad im Schatten ständig am Frieren ist, den Aufenthalt Ende August in Athen empfehlen. Bei 36 Grad im Schatten, keinem lauen Lüftchen und Menschenmassen, die sich durch die engen Gassen der Stadt schieben ist man über jedes Geschäft mit ausreichender Klimaanlage dankbar.

Segeln war wie erwartet mega gut … reine Privatveranstaltung für Fifi und mich. Das andere Paar musste leider absagen und so hatten wir den Kahn nebst Skipper ganz für uns alleine.

Hier für alle neugierigen anbei mal ein paar Bildchen. Wer mehr sehen will … einfach eine Mail an mich …







In dem Sinne … Freienzeit ist die schönste Zeit im Jahr und man sollte versuchen, sich dieses Feeling auch im Alltag so lange wie möglich zu erhalten. Auch wenn es mehr als schwer ist …

22 August 2008

bin denn mal wech ...

Somerzeit ... Ferienzeit ... und jetzt bin ich dran. Zwei Wochen kein Büro, keinen Arbeitsstress und die ussicht, mit diesem Boot eine Woche die Griechischen Inseln unsicher zu machen.



... und am 08.09.2008 bin ich denn wieder da.

In dem Sinne ... Allen von Euch eine gute Zeit und bis bald wieder.

21 August 2008

Sommer, Sonne und gute Aussichten

Noch 1 ½ Tage und dann ist es endlich soweit … mein 14-tägiger urlaub wird mit dem Besuch der Zwillinge beginnen. Zwei Wochen, in denen das Handy aus sein wird und die Entspannungsphase beginnt. Zeit wird's auch endlich mal, denn schliesslich waren fast alle schon im Urlaub und langsam habe ich mir zwei Wochen mal nicht im Büro sein verdient.

Ich merke langsam, dass der Energiespeicher aufgrund der letzten doch nicht wirklich kurzen Arbeitstage und dem damit verbundenen Stress ziemlich leer ist. Arbeitszeiten jenseits der 12 Stunden haben ihre Spuren hinterlassen, die Konzentrationsfähigkeit tendiert gegen Null und die Motivation, mich mit den Problemen anderer rumzuschlagen könnte momentan nicht geringer sein.

Aber die beiden nächsten beiden Arbeitstage werden sicherlich, wie auch bereits der Rest der Woche, mega schnell rumgehen und dann ist es endlich soweit … fix Übergabe an die Kollegen, Abwesenheitsmeldung eingestellt und fluchtartig das Büro verlassen. So der Plan und wer mich kennt, weiss, dass meine Pläne zu 80% immer aufgehen. Schliesslich tragen sie das lorretti-Gütesiegel und das will schon was heissen.

In dem Sinne … Vorfreude lässt sich selten durch was anderes übertreffen und so geniesse ich sie mal einfach … Bin ich jetzt zu mutig … denke mal nicht. Mahlzeit …

Sommer, Sonne und gute Aussichten

Noch 1 ½ Tage und dann ist es endlich soweit … mein 14-tägiger urlaub wird mit dem Besuch der Zwillinge beginnen. Zwei Wochen, in denen das Handy aus sein wird und die Entspannungsphase beginnt. Zeit wird's auch endlich mal, denn schliesslich waren fast alle schon im Urlaub und langsam habe ich mir zwei Wochen mal nicht im Büro sein verdient.

Ich merke langsam, dass der Energiespeicher aufgrund der letzten doch nicht wirklich kurzen Arbeitstage und dem damit verbundenen Stress ziemlich leer ist. Arbeitszeiten jenseits der 12 Stunden haben ihre Spuren hinterlassen, die Konzentrationsfähigkeit tendiert gegen Null und die Motivation, mich mit den Problemen anderer rumzuschlagen könnte momentan nicht geringer sein.

Aber die beiden nächsten beiden Arbeitstage werden sicherlich, wie auch bereits der Rest der Woche, mega schnell rumgehen und dann ist es endlich soweit … fix Übergabe an die Kollegen, Abwesenheitsmeldung eingestellt und fluchtartig das Büro verlassen. So der Plan und wer mich kennt, weiss, dass meine Pläne zu 80% immer aufgehen. Schliesslich tragen sie das lorretti-Gütesiegel und das will schon was heissen.

In dem Sinne … Vorfreude lässt sich selten durch was anderes übertreffen und so geniesse ich sie mal einfach … Bin ich jetzt zu mutig … denke mal nicht. Mahlzeit …

Sommer, Sonne und gute Aussichten

Noch 1 ½ Tage und dann ist es endlich soweit … mein 14-tägiger urlaub wird mit dem Besuch der Zwillinge beginnen. Zwei Wochen, in denen das Handy aus sein wird und die Entspannungsphase beginnt. Zeit wird's auch endlich mal, denn schliesslich waren fast alle schon im Urlaub und langsam habe ich mir zwei Wochen mal nicht im Büro sein verdient.

Ich merke langsam, dass der Energiespeicher aufgrund der letzten doch nicht wirklich kurzen Arbeitstage und dem damit verbundenen Stress ziemlich leer ist. Arbeitszeiten jenseits der 12 Stunden haben ihre Spuren hinterlassen, die Konzentrationsfähigkeit tendiert gegen Null und die Motivation, mich mit den Problemen anderer rumzuschlagen könnte momentan nicht geringer sein.

Aber die beiden nächsten beiden Arbeitstage werden sicherlich, wie auch bereits der Rest der Woche, mega schnell rumgehen und dann ist es endlich soweit … fix Übergabe an die Kollegen, Abwesenheitsmeldung eingestellt und fluchtartig das Büro verlassen. So der Plan und wer mich kennt, weiss, dass meine Pläne zu 80% immer aufgehen. Schliesslich tragen sie das lorretti-Gütesiegel und das will schon was heissen.

In dem Sinne … Vorfreude lässt sich selten durch was anderes übertreffen und so geniesse ich sie mal einfach … Bin ich jetzt zu mutig … denke mal nicht. Mahlzeit …

Sommer, Sonne und gute Aussichten

Noch 1 ½ Tage und dann ist es endlich soweit … mein 14-tägiger urlaub wird mit dem Besuch der Zwillinge beginnen. Zwei Wochen, in denen das Handy aus sein wird und die Entspannungsphase beginnt. Zeit wird's auch endlich mal, denn schliesslich waren fast alle schon im Urlaub und langsam habe ich mir zwei Wochen mal nicht im Büro sein verdient.

Ich merke langsam, dass der Energiespeicher aufgrund der letzten doch nicht wirklich kurzen Arbeitstage und dem damit verbundenen Stress ziemlich leer ist. Arbeitszeiten jenseits der 12 Stunden haben ihre Spuren hinterlassen, die Konzentrationsfähigkeit tendiert gegen Null und die Motivation, mich mit den Problemen anderer rumzuschlagen könnte momentan nicht geringer sein.

Aber die beiden nächsten beiden Arbeitstage werden sicherlich, wie auch bereits der Rest der Woche, mega schnell rumgehen und dann ist es endlich soweit … fix Übergabe an die Kollegen, Abwesenheitsmeldung eingestellt und fluchtartig das Büro verlassen. So der Plan und wer mich kennt, weiss, dass meine Pläne zu 80% immer aufgehen. Schliesslich tragen sie das lorretti-Gütesiegel und das will schon was heissen.

In dem Sinne … Vorfreude lässt sich selten durch was anderes übertreffen und so geniesse ich sie mal einfach … Bin ich jetzt zu mutig … denke mal nicht. Mahlzeit …

19 August 2008

Grasgeflüster (Neues aus dem Raucherraum die X-te)

Gar seltsame Gestalten tummeln sich da manchmal in unserem ca. 9 qm grossen Raucherkämmerchen rum und wie auch schon mehrfach berichtet, finden sich dort Raucherfreunde der ganzen Welt zusammen. Verschiedenste Sprache, kulturelle Rauchgewohnheiten und auch sonst eine ganze Menge teilweise verwirrendes wenn nicht sogar seltsames.

Seit ein paar Wochen tummeln sich u.a. anderen auch Kollegen aus dem schönen und sonnigen Griechenland ab und an im Raucherraum rum. Auffallenste Merkmale der beiden Jungs … laute und wilde Diskussionen und selbstgedrehte Zigaretten. Wobei manch Aussenstehender da schon das eine andere Mal auf den Gedanken kommen könnte, dass die Rauchwaren der Beiden nicht nur aus Tabak bestehen. Sind aber nur Gerüchte, zu riechen ist da nichts Auffälliges.

Gerade eben durfte ich in dem Zusammenhang kurz Zeuge eines denkwürdigen Gespräches zwischen dem einen Griechen und einem Schweizer Kollegen werden. Thema natürlich … der Inhalt des Tabakbeutels. Wieder frei übersetzt aus dem Schweizer bzw. Schweizer-Griechischem …

Schweizer: Sagen Sie mal, hat das Drehen von Zigaretten in Griechenland Tradition? (echt begründete Frage … na ja)
Grieche: Also nicht das ich wüsste. Aber ist schon was dran so selber zu drehen. (wo er recht hat, hat er Recht)
Schweizer: Aber sie beide drehen doch nur. Ziemlich aufwändig oder?
Grieche: Also nicht, wenn man es kann. Ist nur eine Frage der Übung.
Schweizer: Und wo kann man das lernen? in Kommunen? (Kommunen??? Hab ich da was verpasst? Zeitsprung?)
Grieche: Also das lernt man bei uns schon in der frühsten Jugend. Für den Vater drehen und so. (Das ist doch mal Erziehung.)
Grieche: Ausserdem ist das immer von Vorteil, wenn man so was kann …
Schweizer: So so … na das denke ich mir. Manchmal hat man bei euch auch schon so 'nen Verdacht.
Grieche: Aha …

… und verliess fluchtartig die Lokalität. Was soll man jetzt davon halten bzw. denken? Ich weiss es ja … ätsch.

In dem Sinne … oftmals trügt der Schein ja, gerade in Zürich. aber manche Dinge sind, wenn man sie mal näher beleuchtet oder hinterfragt, doch so, wie sie aussehen. Auch gut so …

13 August 2008

Stellvertretungen

Ferienzeit in der Schweiz und den Rest Europas hat 'ne ganze Menge Auswirkungen. Stundenlang im Stau stehen, keinen Parkplatz am Flughafen finden, überfüllte Innenstädte bei schlechtem Wetter, Urlaubsbilder per Mail (ich sag nur "Neidfaktor") und die neue Herbst-/Winterkollektion in den Schaufenstern namhafter Bekleidungsfachgeschäfte.

Und für alle diejenigen, die sich gerade mal nicht im wohlverdienten Urlaub befinden und zur arbeitenden Bevölkerung gehören, natürlich die über alles geliebte Stellvertretung der sich im Urlaub befindlichen Kollegen. Immer wieder "gerne" gemacht.

Ich bin momentan natürlich auch in der überaus glücklichen Lage, eben solche Kollegen vertreten zu dürfen und der Spassfaktor hält sich doch ziemlich in Grenzen. Aber auch diese zeit wird vorbei gehen und in ca. 10 Tagen ist es denn endlich auch bei mir soweit und meine Kollegen dürfen sich mit meinen Fällen rumschlagen.

Ein gutes hat natürlich diese Ferienzeit … auch unser Oberaufseher und Gebieter über die Besucherparkplätze … ups … sorry … Hauswart meinte ich natürlich … befindet sich momentan in seinen sicherlich wohlverdienten Freien auf Malle, an der spanischen Südküste oder in der Dominikanischen Republik im all-inklusive-Urlaub.

Dieser Umstand war mir allerdings heute Morgen noch nicht bekannt. Leider … denn aufgrund der Tatsache, dass meine Fifi einen Besucherparkplatz gleich für ganze 3 Tage benötigt, war der Grad meiner mentalen Verfassung vor dem nötigen Bittstelleranruf nicht gerade der Beste.

Umso mehr war ich denn doch verwundert, nicht die liebliche Stimme des unangefochtenen Herrschers der Wohnsiedlung zu vernehmen. Stattdessen meldete sich eine Frauenstimme mit leicht serbokroatischer Aussprache, die sich als Urlaubsvertretung legitimierte.

In dem Moment wusste ich … der 3-Tagespass ist so gut wie genehmigt. Ich also meinen ganzen Charme spielen gelassen, irgendwas von besonderen familiären Umständen in den momentan nicht vorhandenen Bart genuschelt und nach ca. drei Minuten war die Sache geritzt. Genehmigung bekommen, netten Plausch gehabt und eine Grinsen im Gesicht, dass meine Kollegen zu den wildesten Spekulationen verleitete. geht doch …

In dem Sinne … Ferienzeit … Vertretungszeit … und manchmal geht da mehr und/oder leichter als man erwartet hat. Grenzt fast schon an Ausnutzung … aber diesmal war auch nicht der Weg das Ziel. Schönen Tag auch noch …

12 August 2008

Gefährlich, gefährlich …

Ich habe keine Ahnung, ob ich mich hier jemals über eine sehr gefährliche und allseits sehr unterschätzte Krankheit ausgelassen habe. Aber aus gegebenem Anlass werde ich es hier und jetzt mal tun, denn ich bin gestern im schönen Niederbayern bei einem Kundentermin einem fast unheilbaren Fall begegnet.

Es handelt sich bei dieser Krankheit um nichts anderes als um die sogenannte "Bauernschläue".
Hinterhältig, kaum zu diagnostizieren und vielfach mehr als nur unterschätzt kommt diese Krankheit nicht nur in den ländlichen Gebieten Deutschlands vor. auch wenn der Verdacht aufgrund des Namens doch irgendwie naheliegend wäre. Obwohl es wohl tatsächlich so ist, dass diese Krankheit mehr unter der ländlichen Bevölkerung zu finden ist.

Wichtigstes und hervorstechenstes Symptom bei dieser Krankheit ist, dass die befallene Person meint, alles zu wissen, immer die richtigen Schlüsse ziehen zu können und dabei doch teilweise meilenweit daneben liegt. Des Weiteren bewirkt diese Krankheit, dass man Fakten und Tatsachen immer so darstellt, dass es am besten passt und alle anderen natürlich der gleichen Meinung sein müssen.

Der- oder diejenige, die von dieser Krankheit befallen worden ist, merkt in den seltensten Fällen nichts davon und ist voll und ganz von sich überzeugt. Kritik … zwecklos. Kommt eh nicht an, da diese Krankheit die wichtigen Verstandsorgane im Gross- und Kleinhirn so unterdrückt, dass da quasi nichts Logisches und Vernünftiges mehr ankommt.

Thema Heilung … schwierig bis fast aussichtslos. Die Symptome werden selten erkann, die Einsicht über die Erkrankung fehlt meistens völlig und auch sonst sind die erkrankten Personen selten aufgrund des schnellen Voranschreitens der Krankheit kaum Aussicht aus irgendwelche Heilungsmöglichkeiten haben.

Einzige Möglichkeit auf Genesung ist nur das komplette "auf die Nase fliegen" … aber selbst dann sind die Chancen minimal.

Zum Glück ist diese Krankheit weder tödlich noch wirkt sich die Krankheit irgendwie anderweitig negativ auf die betreffende Person aus. Nur das Umfeld leidet ab und an doch ziemlich.

Vielleicht noch ein Spruch zum Schluss … "Gefährlich wird’s, wenn die Dummen fleissig werden."

Nicht verwechseln sollte man diese Krankheit mit dem gesunden Selbstvertrauen. wobei der Grad manchmal doch sehr schmal ist.

In dem Sinne … Vorsicht vor gefährlichen und irreführenden Krankheiten und noch wichtiger, immer schön die Beruhigungspillen nehmen. Mahlzeit …

08 August 2008

Da wäre ich jetzt gerne

Warm, kalt, warm, kalt, Regen, brennende Sonne … so ungefähr das Wetter der letzten Wochen und ich mitten drin. Zudem hier tief im Süden nur Seen und das Meer nicht wirklich in greifbarer Nähe. Halt der Nachteil, wenn man sich so weit von der Heimat entfernt befindet und man, wenn man ein bisschen Badespass haben will, auf die örtlichen Seen und Flüsse zurückgreifen muss. dabei bin ich doch eigentlich ein Ostseekind und als solches hat man eine tiefe Abneigung gegen diese Tümpel hier. Igitt … Süsswasser.

Deswegen wäre ich jetzt doch lieber genau hier:



Meer, weisser Sandstrand und Badestellen, die nicht so überfüllt sind. Muss natürlich kennen … die Stellen. Aber als Ex-Einheimischer gar kein Problem.

Na ja … man kann nicht alles haben und so wie es momentan aussieht, wird es auch irgendwann mal wieder so sein, dass man sich am Wochenende ins Auto setzt und ruck zuck genau dort ist. Irgendwie eine sehr aufmunternde Vorstellung.

In dem Sinne … träume ich jetzt noch ein bisschen vom Meer und dem Strand und werde mich dann in den Wochenendspurt begeben. Wird eh kein langer Tag heute … und denn ist endlich Wochenende.

05 August 2008

Hitlisten

Musik … meine grosse Liebe, mein leben, meine tägliche Stütze … individuell, teilweise unbekannt und oftmals nicht ganz nachvollziehbar für einen grossen Teil der Menschheit.
Und so wie jeder Musikliebhaber habe auch ich seit Jahren (lange schon vor dem Buch High Fidelity) eine Hitliste meiner Lieblingssongs- und CDs in meinem kleinen Hirn rumoxidieren. Selbstmurmelnd ändert sich diese doch ab und an mal, aber im Grossen und Ganzen hat sich die Reihenfolge seit ein paar Jahren nicht wirklich geändert.

Langsam ist es auch mal an der Zeit, diese aus meinem Kopf rein in Welt zu transferieren. Nur mal die Top 5 … natürlich ist die Liste noch viel länger. Aber das würde hier ausufern.

Und hier sind sie:

Lieblingslieder:

1. Amorphis - Black Winter Day seit Jahren meine absolute Nummer 1 … keine Ahnung wieso.)
2. Isis - Weight (gleich beim ersten Mal hören in die Ohren geschossen und lässt mich seitdem nicht mehr los)
3. Pearl Jam - Alive (tja … ohne Worte)
4. Kettcar - Landungsbrücken (Erinnerungen an eine Zeit, die nie wieder kommt)
5. Tool – No Quarter (eigentlich ein Led Zeppelin Klassiker, aber in dieser Version einzigartig)

Lieblings-CDs

1. Isis - Panopticon (Warum? Wieso? Weshalb? … einfach genial meiner Meinung nach)
2. Tool – Lateralus (der Einstieg in eine Musikwelt, die mit den Jahren immer grösser und bedeutender für mich wurde)
3. The Cure - Bloodflowers (ein guter Grund, auch mal nicht fröhlich zu sein)
4. Days of the New - 1 (von Anfang bis zum Ende Musik, die viele Spielräume lässt)
4. Alice in Chains – Live (ein Zeugnis zwischen Genialität und Wahnsinn)

Soviel zur heutigen Bestandsaufnahme … wer weiss, wie die Liste in einem Jahr aussieht. Ich bin jedenfalls schon mal gespannt darauf.

In dem Sinne … Geschmack ist ja bekanntlich Geschmackssache und streiten könnte man sich jahrhundertelang darüber. allerdings sollte man dabei nie zwei Sachen vergessen … Geniessen und Tolerieren

04 August 2008

Nackt im Gesicht

Der frühmorgentliche Blick in den Spiegel zeigt meistens eine Person, mit der ich mich mehr oder weniger identifizieren kann. Ein wenig zerknautscht, die Augen nur auf ein Minimum geöffnet und der Blick noch nicht wirklich klar … aber alles in allem weiss ich morgens schon, dass die Person im Spiegel und dieselbe Person vor dem Spiegel ist.

Heute Morgen war ich mir da denn allerdings nicht mehr ganz so sicher … irgendwas war falsch bzw. fehlte … Und da ich morgens gegen sieben noch nicht wirklich zu klaren und logischen Schlussfolgerungen fähig bin, dauerte der Erkennungs- bzw. Erleuchtungsprozess doch ein bisschen.

Irgendetwas fehlt … nur was?

Langsam aber sicher kamen die Erinnerungen an den gestrigen Abend wieder und da viel es mir fast wie Schuppsen von den Augen … klar … der pelz im Gesicht war verschwunden. Weg … nicht mehr existent … verschwunden … wie weggezaubert … einfach nur die nackte und haarlose Haut, die da zu sehen war bzw. ja immer noch ist.

Komisches Gesicht, was mich da blöde angrinste … ganz komisch und so was von ungewohnt, dass ich erstmal die Augen wieder fest verschliessen musste, um den Moment der Erkenntnis zu verarbeiten und zu verstehen.

Aber na klar … irgendwann nach ein paar Minuten tiefen Nachdenkens (gar nicht so einfach um die unchristliche Zeit) kam es mir denn wieder in den sinn … ich war es ja gestern Abend selber, der wagemutig und todesverachtend zum Langhaarschneider gegriffen und in einer Aktion von wenigen Minuten den Pelz aus dem Gesicht entfernt hat.

Man könnte es natürlich "Anfall geistiger Verwirrung" oder "Selbstverstümmelung" nennen, für mich war es aber mal wieder an der Zeit, kurzzeitig eine kleine Veränderung meines Äusseren vorzunehmen. Und da ich haartechnisch aus beruflichen Erfordernissen nichts rumexperimentieren darf, blieb nur noch die Gesichtsbehaarung übrig. Und auch da sind mir diverse Beschränkungen auferlegt.

Jedenfalls … komisch anzusehen, noch seltsamer zu befühlen und eigentlich nicht wirklich ich … so ist's ohne Bart. Aber zum Glück sind bald Ferien für mich angesagt und spätestens nach zwei Wochen habe ich meine geliebte Gesichtsfrisur wieder …

In dem Sinne … was so kleine Veränderungen doch für grosse Auswirkungen haben können. Und wenn es nur die totale Verwirrung am Morgen ist. Mahlzeit …

31 Juli 2008

Fahrzeitverlängerung

Neue Wörter braucht das Land und Deutschland ganz besonders.
Und wenn man mal eine Fahrt mit dem Nachtzug von Zürich nach Leipzig erlebt hat, weiss denn auch, was hinter dem komischen Wort "Fahrzeitverlängerung" steht.

Aber für alle, die es sich nicht wirklich vorstellen können, hier mal eine kurze Erläuterung:

Man besteige den oben erwähnten Nachtzug, wundere sich nicht über die ziemlich beengten Verhältnisse in de teuerbezahlten Zweibettkabine oder über die Freundlichkeit der anwesenden Mitarbeiter des Bordrestaurants, trinke eine gute Falsche Wein und begebe sich dann ganz entspannt zur verdienten Nachtruhe.

Sanftes Schauckeln des Zuges wiegt einen in den Schlaf, nur ab und an unterbrochen durch das Halten des Zuges an diversen Bahnhöfen der Republik. Das nicht wirklich leise Rauschen der Klimaanlage lässt erahnen, dass der Zug sich immer noch in die angestrebte Richtung bewegt und unterstreicht den Reisecharakter der ganzen Veranstaltung.

Und dann erwacht man auf einmal Mitten in der Nacht … die Klimaanlage brummt und summt nicht mehr, der Sauerstoffgehalt der Kabinenluft hat einen kritischen Level erreicht und das so dringend benötigte Rütteln und Schaukeln fehlt …

Ein Blick aus dem Fenster, was nicht zu öffnen geht und das man in dem Moment am liebsten mit dem neben dem Fenster angebrachten Hammer zerschlagen möchte, erklärt einiges … man steht auf einem Bahnhof. Fulda um genau zu sein.
Im ersten Moment eigentlich kein Grund zur Beunruhigung. Stopps gab es ja schon eine ganze Menge, aber dieser ist denn doch ungewöhnlich … ungewöhnlich lang. Denn erst nach zwei Stunden, die sich wie eine halbe Ewigkeit anfühlten, geht es endlich weiter.

Endlich wieder Rütteln und Schütteln, endlich wieder eiskalte Luft, die aus der laut vor sich hinbrummenden Klimaanlage entweicht und endlich wieder das Gefühl, dass die Fahrt doch in absehbarer zeit beendet sein wird.

Leipzig Hauptbahnhof … morgens 06:30 Uhr Ortszeit. Nach gefühlten 3 Stunden Schlaf (tatsächlich waren es denn doch 5, allerdings nicht am Stück) raus aus dem Nachtzug. Die zuständige Zugbegleiterin sieht auch alles andere als taufrisch und erholt aus (getauft haben wir sie aufgrund ihres doch recht sächsisch angehauchtem Dialekt auf den ortsüblichen Namen "Cindy"). Natürlich stand die Frage nach dem ungewöhnlichen Aufenthalt in Fulda immer noch im Raum und wurde ihr auch gleich mal am frühen Morgen sanft an den Kopf geknallt.

Wieso? Warum? Weshalb? … die Antwort so kurz und knapp und doch ein wenig verwirrend.
Denn das Wort " Fahrzeitverlängerung" hatten wir noch nie gehört … und der Sinn erschloss sich auch trotz mehrfachem Nachdenkens und Hinterfragens nicht wirklich. Ok … wir wären dann schon um 05:30 in Leipzig gewesen und hätten vielleicht nicht gleich einen Anschlusszug weiter bekommen … aber egal … lieber das, als in Fulda zwei Stunden einfach rumoxidieren ist auch nicht so wirklich das Wahre.

In dem Sinne … wenn einer eine Reise tut, dann lernt er auch mal neue deutsche Worte kennen. Schön … aber wenig sinnvoll …

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